Angelika Berlejung
Die Theologie der Bilder
Herstellung und Einweihung von Kultbildern in Mesopotamien und die alttestamentliche Bilderpolemik
1. Auflage 1998
XII, 547 Seiten mit zahlr. Abb., teilw. auf Kunstdruckteil gebunden
ISBN 978-3-525-53308-6
Vandenhoeck & Ruprecht
Orbis Biblicus et Orientalis - Band 162
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Kultbilder von Gottheiten waren im Vorderen Orient einschließlich Palästina verbreitet, doch begegnet ihnen das Alte Testament nur mit Verachtung und Polemik. Die Wirkungsgeschichte dieser Bilderfeindlichkeit und des Bilderverbots führt zur Frage nach den Ursachen, Umständen und Argumentationsstrukturen der biblischen Position.
Hinter dem Kult der Götterbilder im Mesopotamien des 1. Jahrtausends standen komplizierte theologische Vorstellungen: Die Herstellung der Kultstatuen wurde als übernatürlicher Vorgang verstanden, an dem Götter und Menschen beteiligt waren. Auch in Israel und Juda kannte man wirkmächtige »Repräsentationsbilder«. Das Alte Testament setzt sich in einer Reihe von polemischen Passagen mit den Statuen und der mit ihnen verbundenen »Theologie der Bilder« auseinander: Übereinstimmend mit den Vertretern der »Theologie der Bilder« vertraten die Bildergegner, daß der Charakter der Herstellung die Qualität des Hergestellten bestimme. Indem sie die Entstehung des Bildes jedoch als völlig profanen Vorgang darstellten, verwendeten sie das Konzept gegen das Bild.

