Eheschließungen im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts

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Jürgen Schlumbohm


Dr. Jürgen Schluhmbohm ist Historiker am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen; apl. Professor an der Universität Oldenburg.
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Maria Ågren (Ostersund, Schweden)
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Christophe Duhamelle (Göttingen) / Jürgen Schlumbohm (Göttingen)
Christine Fertig (Münster)
Georg Fertig (Münster)
Anne-Lise Head-König (Genf)
Pat Hudson (Cardiff) / Steven King (Oxford)
Takashi Iida (Tokio)
Osamu Saito (Tokio)
Pamela Sharpe (Cottesloe, Australien)
Sølvi Sogner (Oslo)
Marion Trévisi (Amiens)
Claudia Ulbrich (Berlin)
Hermann Zeitlhofer (Wien).

Jürgen Schlumbohm, Christophe Duhamelle (Hg.)

Eheschließungen im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts

Muster und Strategien

In Zusammenarbeit mit Pat Hudson

1. Auflage 2003
410 Seiten mit 21 Schaubildern, 39 Tab. und 1 Karte kartoniert
ISBN 978-3-525-35195-6
Vandenhoeck & Ruprecht

Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte - Band 197

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Die Eheschließung war in den europäischen Gesellschaften der Vergangenheit nicht nur ein wichtiger Einschnitt im individuellen Lebenslauf, sondern bedeutete auch einen Wendepunkt in der Abfolge der Generationen, der oft mit der Weitergabe von Besitz verbunden war. Heiraten begründeten zugleich Allianzen zwischen Familien, sie schufen soziale Nähe und Distanz.
Die Beiträge untersuchen diese unterschiedlichen Bedeutungen der Heirat. Sie kritisieren die verbreitete Vorstellung, die Ehe sei im vorindustriellen Europa ein Privileg gewesen, das nur den Besitzern einer ererbten Stelle zugänglich war. Neben den ökonomischen und institutionellen Bedingungen werden die flexiblen Handlungsstrategien der Heiratenden und ihrer Familien deutlich. Kulturelle Kontexte langer Dauer werden ebenso analysiert wie die individuellen Spielräume. Der – dreisprachig angelegte – Band lädt ein zur vergleichenden Betrachtung verschiedener sozialer Gruppen und europäischer Länder in einer Periode des Umbruchs.

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