Ein Denken, das zum Sterben führt

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Ines Kappert


Dr. Ines Kappert lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist Meinungsredakteurin der »tageszeitung« (taz).
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Benigna Gerisch


Benigna Gerisch
PD Dr. phil. Benigna Gerisch, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Psychoanalytikerin, ist als Psychotherapeutin (DPV/IPV) und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Therapiezentrum für Suizidgefährdete des Universitätsklinikums in Hamburg-Eppendorf tätig.
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Georg Fiedler


Georg Fiedler, Dipl.-Psych., ist in der wissenschaftlichen Begleitung des Therapiezentrums für Suizidgefährdete in Hamburg tätig.
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Ines Kappert, Benigna Gerisch, Georg Fiedler (Hg.)

Ein Denken, das zum Sterben führt

Selbsttötung – das Tabu und seine Brüche

1. Auflage 2004
200 Seiten kartoniert
ISBN 978-3-525-45903-4
Vandenhoeck & Ruprecht

Hamburger Beiträge zur Psychotherapie der Suizidalität - Band 005

15,95 €
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Buch

Den Freitod zu wählen, bedeutet eine enorme Provokation für die Überlebenden. Die Selbstauslöschung eines Menschen zeigt in dieser radikalsten und doch ohnmächtigsten Selbstermächtigung dem Kollektiv – der Familie, den Freunden, dem Staat – und sich selbst die Grenzen auf. Der Suizid weist die Selbsterhaltung als oberstes menschliches Ziel zurück und erschüttert damit unsere Denkordnungen zutiefst. Wie also die Selbsttötung verstehen? Wie über sie sprechen? Wie das traurige und bedrohliche Phänomen der so genannten Selbstmordattentate einordnen?
Dieser Band skizziert, wie das Skandalon des Freitods in der Psychologie, Philosophie, Literaturwissenschaft, Soziologie bis hin zu den Islamwissenschaften diskutiert wird.

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Der absolute Höhepunkt des Buches aber, weswegen allein die Anschaffung sich für jeden nur halbwegs Interessierten lohnt, ist der Beitrag von Matthias Kettner und Benigna Gerisch: ›Zwischen Tabu und Verstehen. Psychophilosophische Bemerkungen zum Suizid‹. Der Artikel ist ein Novum. Hier spricht nicht jeweils eine Wissenschaft aus ihrer Sicht, aus ihrer wissenschaftstheoretischen Gebundenheit über ein ubiquitäres Phänomen, sondern beide Autoren – hier der soziologisch geprägte Philosoph, da die Analytikerin – suchen in spürbarer Bescheidenheit und in ungewöhnlicher Bereitschaft zur Selbstkritik gemeinsam über die Grenzen ihrer berufsimmanenten Horizonte hinauszugelangen, – übrigens in einer bis in jeden noch so verzweigten Gedankengang hinein glasklaren, jederzeit verständlichen Sprache.
Hans Wedler, Suizidprophylaxe

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Hamburger Beiträge zur Psychotherapie der Suizidalität