Isabelle Noth
Ekstatischer Pietismus
Die Inspirationsgemeinden und ihre Prophetin Ursula Meyer (1682–1743)
1. Auflage 2005
382 Seiten mit 3 Abb. und 2 Karten gebunden
ISBN 978-3-525-55831-7
Vandenhoeck & Ruprecht
Arbeiten zur Geschichte des Pietismus - Band 046
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Isabelle Noth befasst sich in ihrer Studie mit den Inspirationsgemeinden als einer oppositionellen Gruppierung der europäischen Kirchengeschichte des 18. Jahrhunderts. Sie zählten zum Kreis des radikalen Pietismus und finden heute in der »Amana Church Society« in den USA ihre Fortsetzung. In Deutschland löste diese neue religiöse Gemeinschaft im Jahre 1714 eine regelrechte Inspirationswelle aus, die als endzeitliche Geistausgießung interpretiert wurde. Zu ihren Propheten gehörte auch die Schweizerin Ursula Meyer. Die mikrohistorische Erschließung ihrer Lebenswelt vermittelt neue Erkenntnisse über die Inspirationsgemeinden und die pietistische Bewegung insgesamt, in der die Inspirationsgemeinden keine losgelöste Randerscheinung, sondern einen ihrer integralen Bestandteile bildeten.

