Herausgeberporträt

Hans-G. Kippenberg


Dr. phil. Hans G. Kippenberg ist Professor für Comparative Religious Studies an der Jacobs University Bremen und Fellow am Max-Weber-Kolleg in Erfurt.
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Kocku von Stuckrad


Dr. phil. Kocku von Stuckrad ist Assistenzprofessor für Religionswissenschaften an der Universität von Amsterdam.
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Mit Beiträgen von

Jörg Rüpke, Erfurt
Burkhard Gladigow, Tübingen
Hartmut Lehmann, Göttingen
Detlef Pollack, Frankfurt/Oder
Gustavo Benavides, Villanova, USA
Hans-G. Kippenberg, Erfurt
Otto Gerhard Oexle, Göttingen
Christoph Auffarth, Bremen
Daniela Müller
Heinz Schilling, Berlin
Ulrike Brunotte, Berlin
Günter Jerouschek
Astrid Reuter, Berlin
Christian Walter, Münster
Darius Zifonun, Berlin
Miranda Jakisa, Berlin
Kocku von Stuckrad, Amsterdam
Jan N. Bremmer, Groningen
Dieter Langewiesche, Tübingen
Vasilios Makrides, Erfurt
Jürgen Manemann, Erfurt
Volkhard Krech, Bochum
Hubert Cancik, Berlin
Michael Stausberg, Bergen
Lucian Hölscher, Bochum
Bernhard Lang, Paderborn
Peter Bräunlein, Marburg
Bernd U. Schipper, Bremen

Hans-G. Kippenberg, Jörg Rüpke, Kocku von Stuckrad (Hg.)

Europäische Religionsgeschichte

Ein mehrfacher Pluralismus

1. Auflage 2009
XIV, 854 Seiten mit 2 Abb., 8 Grafiken und 5 Tab. kartoniert
ISBN 978-3-8252-3206-1
V&R UTB

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Die Entwicklung der Religionen Europas wurde seit der römischen Antike von Juristen bestimmt, die Rituale und religiösen Vereinigungen als Gemeinschaftsgüter behandelten und Magie und Ketzerei als schädlich ausgrenzten. Trotzdem blieb die historische Realität auch des Mittelalters von einer Pluralität religiöser Minderheiten und Sozialformen geprägt. Der neuzeitliche Konfessionalismus, der Kolonialismus und die Arbeitsmigration wurden von dieser Pluralität ermöglicht, prägten sie aber auch neu. Dass der europäische Pluralismus nicht vor krisenhaftem Zusammenbrechen gefeit ist, zeigen die Kriege im zerfallenden Jugoslawien.
Diese Pluralität war in eine Vielfalt an Wissensformen und gesellschaftlichen Systemen eingebettet. Die Transfers zwischen ihnen bildete einen Teil der Geschichte. Das Verständnis von Naturwissenschaft, von politischer Verfassung eines Gemeinwesens, von individueller Seele, von Nation, von politischen Ideologien sowie von philosophischer Wahrheit setzt diesen Austausch voraus. Andererseits wurden religiöse Quellen geschichtswissenschaftlich aufgearbeitet und als Heilige Schrift philologisch autorisiert, was sich auf die glaubensförmige Aneignung von Religionen auswirkte.
Feste und Kalender stellten eine besonders intensive Vermittlung religiöser Ideen dar. Da das Christentum sich die klassische Antike einverleibt hatte, wurde Europa wiederholt zum Ort von Renaissancen der Antike, analog dann auch fremder Religionen; sie zogen in die Lebenswelt der Europäer ein, in Gestalt von Laienreligiosität ebenso wie von ästhetischen Medien wie Bildern und Literatur.
Dieser Vielfalt und Komplexität der verschiedenen Ebenen des europäischen Pluralismus in seiner Religionsgeschichte trägt der vorliegende Band Rechnung.

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Pressestimmen    
Europäische Religionsgeschichte is one of the most stimulating works to have come to the present reviewer´s attention in the last years.
Olav Hammer, Journal Religion

...es liegt ohne Zweifel ein konzeptionell durchformtes Werk vor, das [...] jedes für sich interessante Thema mit einer regelrechten Kurzmonographie auf jeweils hohem Niveau [...] aufbereitet.
Ulrich Dehn, Interkulturelle Theologie

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