Gedächtnis und Literatur in den ›geschlossenen Gesellschaften‹ des Real-Sozialismus zwischen 1945 und 1989

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Geschichte

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Carsten Gansel

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Literatur

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Carsten Gansel


Dr. Carsten Gansel ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Literatur- und Mediendidaktik am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen und Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland.
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Carsten Gansel (Hg.)

Gedächtnis und Literatur in den ›geschlossenen Gesellschaften‹ des Real-Sozialismus zwischen 1945 und 1989

1. Auflage 2007
310 Seiten mit zahlr. Abb. gebunden
ISBN 978-3-89971-348-0
V&R unipress

Formen der Erinnerung - Band 029

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Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes gehen der Frage nach, auf welche Weise das Gedächtnis der Literatur in der SBZ/DDR sowie anderen Ländern des so genannten ›Real-Sozialismus‹ funktioniert hat. Es geht mithin um Besonderheiten der Ausprägung des kulturellen Gedächtnisses in totalitären beziehungsweise autoritären politischen Systemen. Gezeigt wird, wie über das Zusammenspiel von narrativen, ikonischen und rituellen Formen das kulturelle Gedächtnis geformt wurde. Der Umgang mit dem Gründungsmythos Antifaschismus, dem Lagerdiskurs, dem Kriegserlebnis, dem Holocaust, Flucht und Vertreibung, dem 17. Juni 1953 oder dem Prager Frühling offenbart, über welche »Tricks der Erinnerung« (Uwe Johnson) das ›offizielle Gedächtnis‹ insbesondere in der DDR entstand und welche Gegen-Erinnerungen sich in literarischen Texten ausformten.

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Pressestimmen    
Der Band leistet in vortrefflicher Weise zweierlei: Er zeigt zum einen in seinen unterschiedlichen Beiträgen die Vielschichtigkeit der Thematik von Erinnerungssprachen in der Literatur realsozialistischer Gesellschaften, die in narrativen, ikonischen und rituellen Formen von Erinnerung repräsentiert wird. Zum anderen ist er als ein wichtiger Beitrag der gedächtnistheoretischen Forschung zu bewerten, weil er dieses kulturwissenschaftliche Paradigma nicht nur hinsichtlich der Literatur in den ›geschlossenen Gesellschaften‹ des Realsozialismus zwischen 1945 und 1989 initiiert, sondern gleichzeitig den methodischen und theoretischen Rahmen für eine Fortsetzung des Lektüre- und Forschungsprojekts liefert.
Swantje Rehfeld, Wirkendes Wort

[...] verweist der Herausgeber dankenswerterweise auf die vier Themenkreise, denen sich die überarbeiteten Tagungsbeiträge dieses herausragenden Bandes thematisch zuordnen lassen. Durch die betonten Zusammenhänge zwischen spezifischen Themen wird die nuancierte Rezeption verschiedener Aspekte erleichert.
Sonja E. Klocke, German Studies Review

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