Geschichte des Ungeborenen

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Jürgen Schlumbohm


Dr. Jürgen Schluhmbohm ist Historiker am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen; apl. Professor an der Universität Oldenburg.
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Patrice Veit


Dr. Patrice Veit ist Historiker am Centre National de la Recherche Scientifique in Paris. Patrice Veit leitete von 1992 bis 1999 die Mission Historique en Allemagne in Göttingen.
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Barbara Duden


Dr. Barbara Duden ist Historikerin und Soziologin und Professorin an der Universität Hannover.
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Jürgen Schlumbohm, Patrice Veit, Barbara Duden (Hg.)

Geschichte des Ungeborenen

Zur Erfahrungs- und Wissenschaftsgeschichte der Schwangerschaft, 17.-20. Jahrhundert

2. Auflage 2002
328 Seiten mit 19 s/w-Abb. kartoniert
ISBN 978-3-525-35182-6
Vandenhoeck & Ruprecht

Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte - Band 170

28,95 €
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Mit den aktuellen Diskussionen über Ethik und Technik der Reproduktionsmedizin, über die Forschung mit Embryonen stellt sich auch die Frage nach dem Umgang mit ungeborenen Kindern in der Vergangenheit. Das ungeborene Kind gilt heute als ein Wesen, das eine regelmäßige Entwicklung vom ersten bis zum letzten Monat der Schwangerschaft durchläuft. Dieses Bild ist in der Wissenschaft gebräuchlich, prägt aber auch die Wahrnehmung schwangerer Frauen. Noch vor wenigen Generationen war die Schwangerschaft dagegen zunächst ein Zustand der Ungewissheit. Was Gelehrte und Ärzte bis ins 18. Jahrhundert darüber schrieben, erscheint uns heute weithin als haltlose Spekulation.
Die Autoren des Bandes machen diesen Wandel durch ausgewählte Fallstudien verständlich. Sie fragen nach der Erfahrung der Frauen ebenso wie nach der »Wissenschaft« interessierter Männer. Daneben geht es um die Debatten von Theologen über die Seele und das Seelenheil des werdenden Kindes. Es wird deutlich, dass die Wirklichkeit des Ungeborenen nicht nur biologisch bestimmt ist, sondern immer auch kulturell.
Die Leinenausgabe ist lieferbar (ISBN 3-525-35365-0).

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Pressestimmen    
... der Genuss dieses Buches, das aufzeichnet, wie nach und nach Mutter und Ungeborenes zu zwei Personen werden, wie weibliche Erfahrung und ›Wissenschaft‹ einander fremd sind, wie schließlich Schwangerschaften ›objektiv‹ werden und gänzlich visualisiert.
Elisabeth von Thadden, Die Zeit

Ein sehr lesenswertes Buch und eine Fundgrube für die Geschichte(n) um Schwangerschaft und Geburt.
Angelica Ensel, Hebammenforum

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