Herausgeberporträt

Lars Karl


Dr. Lars Karl promovierte 2003 in Neuerer Geschichte (Schwerpunkt Osteuropäische Geschichte) an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Zurzeit ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Osteuropäische Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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Igor Polianski


Dr. Igor J. Polianski promovierte 2003 in Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ist Akademischer Rat am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Ulm.
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Lars Karl, Igor Polianski (Hg.)

Geschichtspolitik und Erinnerungskultur im neuen Russland

1. Auflage 2009
290 Seiten gebunden
ISBN 978-3-89971-691-7
V&R unipress

Formen der Erinnerung - Band 040

43,90 €
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Buch

Seit »Perestrojka« und »Glasnost« ist in Russland eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Geschichte möglich. Der Staat verlor in den letzten zwanzig Jahren schrittweise sein Deutungsmonopol über Vergangenheitsfragen und wurde zu einem unter mehreren geschichtspolitischen Akteuren in einer stellenweise sehr heterogenen Erinnerungslandschaft. Einschlägige Diskussionen haben seitdem so manches historische Dogma erschüttert – die kollektive Erinnerung, die bis dahin vom Kanon der sowjetischen Historiographie und Gedenkkultur dominiert gewesen war, hat ihre einstige Uniformität verloren und ist pluralistisch geworden.
Der vorliegende Sammelband unternimmt erstmals den Versuch, ausgewählte Aspekte von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur im neuen Russland in vergleichender Perspektive zu analysieren. Das Rahmenthema wird dabei unter interdisziplinären Aspekten und mit verschiedenen Zugängen diskutiert, um sich der gesellschaftlichen Funktion von »Geschichte« im heutigen Russland möglichst umfassend zu nähern.

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Pressestimmen    
Die zwölf Arbeiten behandeln aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen theoretischen Ansätzen (...) ein brandaktuelles Thema der öffentlichen Diskussion in Rußland.
Klaus Steinke (IFB), 15.04.2010

Es bleibt zu hoffen, dass dieser sehr lesenswerte Band noch viele weitergehende Studien - in Deutschland wie in Russland selbst - anstoßen wird, insbesondere, um dem Phänomen einer Hybridisierung des Gedenkens in Transitionsphasen einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen.
Kerstin von Lingen, Archiv für Sozialgeschichte

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