Herausgeberporträt

Hans Ulrich Steymans


Dr. theol. Hans Ulrich Steymans ist Professor für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz.
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Hans Ulrich Steymans (Hg.)

Gilgamesch / Gilgamesh

Ikonographie eines Helden / Epic and Iconography

1. Auflage 2011
XI, 462 Seiten mit 27 Kunstdrucktafeln gebunden
ISBN 978-3-525-54366-5
Vandenhoeck & Ruprecht

Orbis Biblicus et Orientalis - Band 245

115,95 €
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Buch

Dieser Sammelband verfolgt zwei Ziele: Einerseits will er ein Kompendium zur Gilgameš-Ikonographie bieten. Zu diesem Zweck werden drei Untersuchungen nachgedruckt und durch neue Forschungsbeiträge ergänzt. Andererseits sollen Bildzeugnisse der Sammlung Bibel+Orient in Freiburg publiziert werden, die einen Bezug zu Themen der Gilgameš-Legenden aufweisen. Die Begriffe »Ikonographie« und »Ikonologie« werden oft recht frei gebraucht. Um zu verstehen, welche Methode die Autoren dieses Bandes anwenden, ordnet sie ein einführender Artikel in die Wissenschaftsgeschichte der Archäologie und Kunstgeschichte ein.
Ausgehend von Humbaba-Masken identifiziert R. Opificius im ersten nachgedruckten Artikel den Typus einer Dreiergruppe, in der zwei Helden den in der Mitte befindlichen Gegner besiegen, mit der Überwindung Humbabas durch Gilgameš und Enkidu. W.G. Lambert vergleicht in seinem Artikel systematisch unterschiedliche Versionen des Epos mit bildlichen Darstellungen.
D. Collon hat ihren Aufsatz für diesen Band aktualisiert und ergänzt. Der größte Teil des ikonographischen Materials, das den Kampf von Gilgameš und Enkidu gegen Humbaba darstellt, findet sich auf Rollsiegeln und greift eine häufig auf Siegeln abgebildete Konstellation auf, nämlich den Dreifiguren-Kampf. Die beiden nächsten Beiträge stammen von Philologen. C. Mittermayer wirft ein Schlaglicht auf die Literaturgeschichte des Gilgameš-Epos. D. Frayne untersucht, ob Keilschrifttexte und Rollsiegel des 3. Jahrtausends v. Chr. einen Bezug zu Gilgameš aufweisen.
U. Seidl beschreibt verschiedene altbabylonische Terrakotta-Reliefs, von denen einige aus der Sammlung Bibel+Orient stammen. Sie benennt zunächst vor-ikonographisch die Gegenstände und Figuren. Dann unternimmt sie eine ikonographische Analyse des Themas der Terrakotta-Releifes, welches sie als Gilgameš’s Zug zum Zedernwald bestimmt. T. Ornan stellt schriftliche Versionen des Epos und Bilder nebeneinander. Mit Hilfe bildlicher Darstellungen, die älter sind als die schriftlichen Zeugnisse, kann sie die Entwicklungsgeschichte der Erzählungen und verloren gegangene Versionen rekonstruieren.
M.-A. Ataç fragt nach der tieferen Bedeutung von Zeichen, Symbolen und Figurentypen mit Bezug zu Gilgameš in der neuassyrischen Kunst.
H.U. Steymans stellt das Material über Gilgameš in der Levante zusammen. Seine Liste umfasst die Keilschrifttafeln, die Handlungssequenzen der auf ihnen erhaltenen Texte und das Bildmaterial.

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