Othmar Keel
Hellenismus und Judentum
Vier Studien zu Daniel 7 und zur Religionsnot unter Antiochus IV.
1. Auflage 2000
XI, 147 Seiten mit 21 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-53992-7
Vandenhoeck & Ruprecht
Orbis Biblicus et Orientalis - Band 178
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Die vier Studien weisen hellenistische Einflüsse auf judäische Texte und Ereignisse des 2. Jh. v. Chr. nach, bei denen solche bisher kaum vermutet wurden.
In Daniel 2–7 spielt der Gegensatz »Mensch – Tier« eine zentrale Rolle. Die Thematik ist nicht altorientalisch, sondern entstammt der aristotelischen und stoischen Philosophie.
Die zweite Studie weist nach, dass das Modell des geheimnisvollen vierten Tieres in Daniel 7 der seleukidische Kriegselefant ist. Die dritte Studie will aufzeigen, dass die Straf- und Reform-Maßnahmen Antiochus’ IV. von der hellenistischen Idee der zwei Gesichter des Judentums inspiriert war, einem bewunderten (Monotheismus, Bildlosigkeit) und einem verachteten (Speisetabus, Beschneidung).
Die vierte Studie demonstriert, dass 1 Makk 2 wenig mit den historischen Ereignissen zu tun hat, sehr viel aber mit der Rechtfertigung problematischer Positionen der hasmonäischen Bewegung.

