Kanon und Diskurs

Autorenporträt

Susanne Zepp


PD Dr. Susanne Zepp ist Leitende Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und Stellvertreterin des Direktors.
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Autorenporträt

Natasha Gordinsky


Natasha Gordinsky ist Doktorandin an der Philologischen Fakultät der Hebräischen Universität Jerusalem.
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Susanne Zepp, Natasha Gordinsky

Kanon und Diskurs

Über Literarisierung jüdischer Erfahrungswelten

Mit einem Vorwort von Dan Diner

1. Auflage 2009
120 Seiten kartoniert
ISBN 978-3-525-35093-5
Vandenhoeck & Ruprecht

Toldot - Band 004

24,95 €
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Buch

Literaturgeschichtsschreibung ist mit dem Aufkommen der modernen Nationalstaaten verknüpft, eine »erfundene« Engführung, die das 20. Jahrhundert katastrophisch zuspitzte und deren Geltung heute zunehmend verblasst. Für die Geschichtsschreibung jüdischer Literatur galt es aufgrund der transnationalen, diasporischen Lebenswelten der Juden schon immer, verschiedenen Sprach- und Symbolräumen, Raum- und Zeitvorstellungen gerecht zu werden.
Susanne Zepp und Natasha Gordinsky interpretieren Texte der zeitgenössischen Literatur – u.a. von Yoel Hoffmann und Ljudmila Ulitzkaja –, die die Komplexität jüdischer Zugehörigkeit literarisieren. Literatur wird nicht als Kanon, sondern als Diskurs verstanden und somit als Medium, das Grenzziehungen nationaler, religiöser und kultureller Art durchlässig macht.

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