Nächstes Jahr in Moskau!

Autorenporträt

Gabriele Freitag


Dr. Gabriele Freitag ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« in Berlin.
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Gabriele Freitag

Nächstes Jahr in Moskau!

Die Zuwanderung von Juden in die sowjetische Metropole 1917–1932

1. Auflage 2004
348 Seiten mit 2 Abb. und 18 Tab. gebunden
ISBN 978-3-525-36980-7
Vandenhoeck & Ruprecht

Schriften des Simon-Dubnow-Instituts - Band 002

48,95 €
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Buch

Mit der Februarrevolution von 1917 setzte eine geballte Zuwanderung von Juden in die Sowjethauptstadt Moskau ein.
Gabriele Freitag konzentriert sich in ihrer Studie auf die zwanziger und frühen dreißiger Jahre. Ihr Interesse gilt den unterschiedlichen Ansiedlungsformen von Juden in der Großstadt, ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Etablierung sowie ihrer politischen Positionierung in der sowjetischen Metropole.
Auf der Grundlage eines breiten Quellenmaterials, darunter zahlreiche Archivdokumente, die erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zugänglich geworden sind, untersucht die Autorin die Adaption einer religiösen und ethnischen Minderheit unter den Bedingungen des gesellschaftlichen Umbruchs. Damit leistet Gabriele Freitag einen fundierten Beitrag zur Diskussion über die Stellung von Juden in der frühen Sowjetunion. Mit der Großstadtsozialisation greift die Autorin darüber hinaus ein Thema auf, das im Gegensatz zu Untersuchungen des urbanen jüdischen Milieus in Westeuropa und Übersee für den sowjetischen Kontext von der historischen Forschung bisher kaum beachtet wurde.

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Pressestimmen    
Den Anspruch des Herausgebers der Schriftenreihe des Simon-Dubnow-Institutes, Dan Diner, jüdische Geschichte aus ihrer Isolation zu befreien und für die Fragestellungen der europäischen Geschichte fruchtbar zu machen, hat Gabriele Freitag mit ihrer Arbeit hervorragend eingelöst und damit am Beispiel Moskaus gezeigt, warum das 20. Jahrhundert zum ›Jüdischen Jahrhundert‹ wurde.
Anke Hilbrenner, Osteuropa

An Gabriele Freitags Buch wird niemand vorbeikommen, der sich mit jüdischer Geschichte, mit Urbanisierungsprozessen oder mit den zwanziger Jahren in der Sowjetunion auseinandersetzen will.
Heiko Haumann, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas

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