Erich Bosshard-Nepustil
Rezeptionen von Jesaia 1 – 39 im Zwölfprophetenbuch
Untersuchungen zur literarischen Verbindung von Prophetenbüchern in babylonischer und persischer Zeit
1. Auflage 1997
XIII, 521 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-53790-9
Vandenhoeck & Ruprecht
Orbis Biblicus et Orientalis - Band 154
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Die Prophetenbücher stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern sind vielfältig miteinander verbunden (vgl. etwa Jesaia 2/Micha 4/Joel 4 oder Jesaia 13f./Jeremia 50f.). Diese Verbindungen werden hier untersucht. Der Autor geht aus von Entsprechungen zwischen den Großen und den Kleinen Propheten, die einerseits zusammenhängende Strukturen mit chronologischen und thematischen Parallelen bilden und auf bücherübergreifende redaktionelle Tätigkeit weisen, und die andererseits mit ihren unterschiedlichen Konzepten eine diachrone Betrachtungsweise nahelegen.
Im ersten Teil werden zwei exilische Redaktionen in Jesaia 1–39 aufgewiesen, die das Gericht durch Babel 587/6 v. Chr. verarbeiten bzw. das Gericht gegen Babel erwarten, und die Jesaia 1–39 zusammen mit Jeremia als feste Bücherfolge lesen.
In Teil 2 werden parallel dazu zwei Redaktionen vergleichbaren Inhalts im entstehenden Zwölfprophetenbuch aufgezeigt, die in exilischer und frühnachexilischer Zeit die Textkomplexe Hosea-Zephania bzw. Hosea-Zacharia auf Jesaia 1–39 und Jeremia hin ausrichten.
Der dritte Teil schließlich bündelt die Ergebnisse und versucht, einen Ausschnitt der Entstehungsgeschichte des Prophetenbücherkorpus Jesaia-Maleachi zu rekonstruieren.

