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Mit Beiträgen von
Dominik Geppert, Jens Hacke (Hg.)
Streit um den Staat
Intellektuelle Debatten in der Bundesrepublik 1960–1980
1. Auflage 2011
292 Seiten
ISBN 978-3-647-36758-3
Vandenhoeck & Ruprecht
| Buch | 24,95 € | ![]() |
| Einzelkapitel (PDF) |
Selten war ein erfolgreiches Staatswesen so der Kritik ausgesetzt wie die Bundesrepublik zwischen 1960 und 1980: Spiegelaffäre, Notstandsgesetze und Terrorismusdiskussion, NS-Vergangenheit, Bildung und Hochschulreform, Grenzen des Wachstums und Zukunft der Industriegesellschaft, Anti-Atomdiskussion und Nachrüstungsdebatte – stets ging es in den intellektuellen Auseinandersetzungen um eine fundamentale Kritik am bundesrepublikanischen System.
Dies alles kann man als Krise des Staatsgedankens begreifen. Der Band betrachtet diese Krise mit Blick auf die Debatten der Intellektuellen. Welches Verhältnis entwickelten sie zum Staat? Wie nahmen sie die Bonner Republik wahr? Mit welchen Überzeugungen engagierten sie sich in ihrem Gemeinwesen?
Verfügbare Kapitel
Streiten für diesen Staat. Wilhelm Röpke und die Bundesrepublik (Hans Jörg Hennecke)
Von der Staatsskepsis zum parteipolitischen Engagement Hans Werner Richter, die Gruppe 47 und die deutsche Politik (Dominik Geppert)
Mauerbau und Deutsche Frage. Westdeutsche Intellektuelle und der Kalte Krieg (Joachim Scholtyseck)
Später Protest. Die Intellektuellen und die Pressefreiheit in der frühen Bundesrepublik (Frank Bösch)
Kein Neubeginn. Die NS-Vergangenheit und die Bundesrepublik (Helmut König)
Die Furcht von einem »neuen 33«. Protest gegen die Notstandgesetzgebung (Wolfgang Kraushaar)
Verunsicherte Demokratisierer. »Liberal-kritische« Hochschullehrer und die Studentenrevolte von 1967/1977 (Ricardo Bavaj)
Der »Bund Freiheit der Wissenschaft« Die Auseinandersetzungen um die Demokratisierung der Hochschule (Daniela Münkel)
Der Staat in Gefahr. Die Bundesrepublik der 1970er Jahre zwischen Legitimationskrise und Unregierbarkeit
Die Grenzen des Wachstums und die Grenzen des Staates. Konservative und die ökologischen Bedrohungsszenarien der frühen 1970er Jahre (Rüdiger Graf)
Die nachgeholte Stunde Null. Intelektuelle Debatten um die Atombewaffnung der Bundeswehr 1958-1960 (Holger Nehring)
Gefährliche Intellektuelle? Staat und Gewalt in der Debatte über die RAF (Jörg Requate)
Nachrüstung und Selbstanerkennung. Staatsfragen im politisch-intellektuellen Milieu der »Blätter für die deutsche und internationale Politik« (Klaus Naumann)
Mehr Infos zum Buch
I. Abschied vom Adenauer-Staat
1. Hans Jörg Hennecke:
Streiten für diesen Staat. Wilhelm Röpke und die Bundesrepublik
2. Dominik Geppert:
Von der Staatsskepsis zum parteipolitischen Engagement. Hans Werner Richter, die Gruppe 47 und die deutsche Politik
3. Joachim Scholtyseck:
Mauerbau und Deutsche Frage. Westdeutsche Intellektuelle und der Kalte Krieg
II. Angst vor dem autoritären Staat
1. Frank Bösch:
Die Intellektuellen und die Pressefreiheit in der frühen Bundesrepublik
2. Helmut König:
Kein moralischer Neubeginn. Hannah Arendt, die NS-Vergangenheit und die Bundesrepublik
3. Wolfgang Kraushaar:
Das Gespenst des 30. Januar. Linker Protest gegen die Notstandsgesetzgebung
III. Demokratisierung der Universität?
1. Ricardo Bavaj:
Verunsicherte Demokratisierer. »Liberal-kritische« Hochschullehrer und die Studentenrevolte von 1967/68
2. Daniela Münkel:
Der »Bund Freiheit der Wissenschaft«: Auseinandersetzungen um die Demokratisierung der Hochschule
IV. Belastungsproben des Staates
1. Jens Hacke:
Der Staat in Gefahr. Die Bundesrepublik der 1970er Jahre zwischen Legitimationskrise und Unregierbarkeit
2. Rüdiger Graf:
Die Grenzen des Wachstums. Konservative und die ökologischen Bedrohungsszenarien der frühen 1970er Jahre
V. Bedrohte Sicherheit
1. Holger Nehring:
Die nachgeholte Stunde Null. Plädoyers für einen anderen Staat in der Anti-Atom-Bewegung, 1957–1964
2. Jörg Requate:
Gefährliche Intellektuelle? Staat und Gewalt in der Debatte über die RAF
3. Klaus Naumann:
Nachrüstung und Selbstanerkennung. Staatsfragen in den »Blätter für deutsche und internationale Politik«



