Peter Kriedte
Taufgesinnte und großes Kapital
Die niederrheinisch-bergischen Mennoniten und der Aufstieg des Krefelder Seidengewerbes
1. Auflage 2007
803 Seiten mit 5 Abb., 49 Tab., 66 Grafiken und 8 Karten Leinen
ISBN 978-3-525-35801-6
Vandenhoeck & Ruprecht
Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte - Band 223
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1785 schrieb das Westphälische Magazin über die Mennoniten, die sich in Krefeld niedergelassen hatten, »diesen emsigen Leuten« verdanke »Krefeld hauptsächlich seine Aufnahme«. Wie aber konnte sich eine randständige religiöse Gruppe zum Träger eines Wirtschaftssystems entwickeln? Worin bestand der mennonitische Sozialcharakter, der sich unter dem inneren und äußeren Druck, dem sich diese Gruppe ausgesetzt sah, herausbildete? Ausgehend vom Konzept der Proto-Industrialisierung stellt Peter Kriedte die Entstehung der Gewerberegion um Krefeld dar und untersucht die Produktionsverhältnisse und das Produktionsregime, die hausindustrielle Basis des Produktionssystems, die Herkunft der Verleger-Kaufleute sowie die Rekrutierung der Arbeiterschaft.
Die Standortausweitung des Krefelder Seidengewerbes, die schon vor der Mitte des 18. Jahrhunderts begann, wird in einem weiteren Teil des Buches am Beispiel des geldrischen Dorfes Grefrath analysiert.

