Autorenporträt

Kornelia Beer


Kornelia Beer, Dipl. Sozialpädagogin, ist Lehrkraft an der FH Mittweida-Roßwein und freiberuflich im Sozialpsychologischen Training tätig.
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Autorenporträt

Gregor Weißflog


Dr. Gregor Weißflog, Dipl.-Psychologe, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Universität Leipzig. Zurzeit forscht er zur psychoonkologischen Versorgung und zu gesundheitlichen Folgen politischer Inhaftierung.
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Kornelia Beer, Gregor Weißflog

Weiterleben nach politischer Haft in der DDR

Gesundheitliche und soziale Folgen

Mit einem Vorwort von Andreas Frewer und einem Geleitwort von Matthias Pfüller

1. Auflage 2010
302 Seiten gebunden
ISBN 978-3-89971-664-1
V&R unipress

Medizin und Menschenrechte / Medicine and Human Rights - Band 004

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Buch

Etwa 200.000 Menschen waren in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) einer politisch motivierten Verfolgung mit anschließender Inhaftierung ausgesetzt. Die dabei erlittenen Repressionen waren körperlich und seelisch traumatisierend und haben sich im weiteren Lebensverlauf auf die persönliche und familiäre Entwicklung ausgewirkt. Die AutorInnen haben die gesundheitliche und soziale Situation der ehemals Inhaftierten viele Jahre nach der politischen Haft untersucht und berichten in diesem Buch über ihre Ergebnisse. Sie beschreiben nicht nur die Konstruktion und Inszenierung der politischen Verfolgung, die Umstände der Inhaftierung und die psychischen sowie gesundheitlichen Langzeitfolgen, sondern decken vor allem die Prägungen auf, die die individuellen Lebensverläufe dadurch erfahren haben. Die eindrucksvollen Lebensgeschichten möchten die Öffentlichkeit für die weitreichenden Folgen politisch motivierter Gewaltanwendung gegen Menschen sensibilisieren und zur öffentlichen Anerkennung dieser belastenden biografischen Erfahrungen beitragen.

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Pressestimmen    
Interview mit Gregor Weissflog: ›Die Haft ist bis heute die zentrale Erfahrung im Leben der Opfer. ... Die Mehrheit unserer Befragten leidet darunter, dass die Täter nie bestraft wurden. ... Auch heute sind die ehemals Inhaftierten häufig Unverständnis und Beschuldigungen ausgesetzt. ... Die Opfer werden persönlich für ihr Schicksal verantwortlich gemacht. ... Langsam setzt aber ein Umdenken ein, und man beginnt anzuerkennen, dass der persönliche Widerstand eine Leistung für die Demokratie war.‹
Psychologie Heute, April 2011

Beer und Weißpflog solidarisieren sich mit den Opfern .... [I]hrer Forderung nach Diskursen der Aufarbeitung unter maßgeblicher Beteiligung der Betroffenen [ist] uneingeschränkt beizupflichten.
bpp - Bundeszentrale für politische Bildung / Deutschland Archiv 8/2011

Während es viele Jahre lang fast unmöglich war, sich mit dem Thema Haftfolgeschäden durch sowjetische und DDR-Haft Gehör zu verschaffen, scheint nun der Durchbruch zu gelingen ... . [Es geht] den Verfassern nicht nur um die soziale, gesundheitliche, seelische Lage der Verfolgten und deren Anerkennung in der Öffentlichkeit, sondern auch darum, durch die breite Fächerung der Verfolgungsmaßnahmen die DDR überhaupt zu charakterisieren. So stellt dieses Buch ... seinerseits einen Teil der Aufarbeitung dar.
Fachbuchjournal 4/2011

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Titel der Reihe
Medizin und Menschenrechte / Medicine and Human Rights