Moritz Wedell
Zählen
Semantische und praxeologische Studien zum numerischen Wissen im Mittelalter
1. Auflage 2011
368 Seiten mit 53 Abb.
ISBN 978-3-647-36716-3
Vandenhoeck & Ruprecht
Historische Semantik - Band 014
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Die Verwendung des Worts zeln ist dominant durch seine pragmatische Funktion geprägt: zeln, das ist zuallererst das emphatische und öffentliche Zuschreiben von Rang und Amt, von Schönheit, Tapferkeit, Freiheit usw. Zeln ist zunächst immer ein Akt der Mitteilung in der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht. Die Kerbholzüberlieferung, das materiell-notationale Komplement des sprachlichen Zählens, wird zum Zweck der Überprüfung und Perspektivierung der Ergebnisse erstmals vollständig gesichtet und analysiert. Auch das Gelingen der kerbholzbasierten Kommunikation ist immer an soziale Situationen gebunden. Kein Kerbholz zählt ohne die Gegenwart derer, deren Besitz es markiert.


