Autorenporträt

Timo Hoyer


Timo Hoyer
Dr. phil. habil. Timo Hoyer ist apl. Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Kassel und Akademischer Rat an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.
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Timo Hoyer

Im Getümmel der Welt

Alexander Mitscherlich – Ein Porträt

1. Auflage 2008
623 Seiten mit 35 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-40408-9
Vandenhoeck & Ruprecht

39,99 €
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Alexander Mitscherlich, der im September 2008 hundert Jahre alt geworden wäre, gehörte zu den markantesten Persönlichkeiten, die der geistigen Physiognomie der Bonner Republik ihren Stempel aufgedrückt haben. Als Mediziner und Wissenschaftler trug er entscheidend dazu bei, die Psychosomatik und die Psychoanalyse im Nachkriegsdeutschland institutionell zu verankern. Als Publizist traf er nach dem Ende der Adenauer-Ära mit seinen Bestsellern »Medizin ohne Menschlichkeit«, »Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft«, »Die Unwirtlichkeit unserer Städte« und »Die Unfähigkeit zu trauern« neuralgische Punkte. Und als öffentlicher Intellektueller entwickelte er sich aus dem antidemokratischen Milieu der Weimarer Republik heraus zu einem streitbaren Demokraten, der mit Leidenschaft zu den brennenden Problemen der Zeit Stellung bezog.
Timo Hoyer verfolgt den Werdegang von Deutschlands bekanntestem Psychoanalytiker von der Kindheit an bis zu dessen Tod 1982. Das Porträt von Mitscherlichs intellektueller Entwicklung, seines wissenschaftlichen Wirkens und seines gesellschaftlichen Engagements ist zugleich das Porträt einer Epoche. Zahlreiche erstmals veröffentlichte Quellen und Abbildungen machen diese Biographie einzigartig.

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Pressestimmen     Alle Pressestimmen
Hoyers Porträt zeigt uns einen ehrgeizigen, energischen Mann, der tief von einer gescheiterten Vaterbeziehung verletzt ist. [...] Am meisten beeindruckt haben mich an Timo Hoyers Buch lange Briefe, die Mitscherlich mit Ernst Jünger wechselte.
Wolfgang Schmidbauer, Psychologie heute


Hoyer kennt das dokumentierte Leben Mitscherlichs besser und gründlicher als dessen andere Biographen [...], weshalb schon jetzt gelten kann, daß weitere Analysen zu Mitscherlichs Leben und Werk ohne Hoyers Darstellung nicht auskommen können und sein ›Porträt‹ noch für lange Jahre das unüberholbare Standardwerk darstellen wird. [...] Hoyers Porträt erweist sich als anrührendes und aufrüttelndes document humain, das unter den vielen wissenschaftlich-biographischen Neuerscheinungen [...] seinesgleichen sucht.
Micha Brumlik, Psyche


Hoyers beeindruckende Studie sollte Anlass geben, sich wieder intensiv mit Mitscherlichs Wirken und seinen Thesen, die wenig von ihrer Aktualität verloren haben, auseinanderzusetzen.
Manfred Kienzle, www.printernet.info
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Die Lektüre des Buches stellt sowohl für Psychoanalytiker, Psychotherapeuten als auch für zeitgeschichtlich interessierte Leser eine anregende Lektüre dar.
Gertraud Diem-Wille, Psychotherapie Forum


Hoyer gelingt ein wunderbares Porträt.
Wolfgang Loth, Systhema


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13.06.2012

Zum Tod von Margarete Mitscherlich

Gestern, kurz vor ihrem 95. Geburtstag, ist Margarete Mitscherlich gestorben. Wir nehmen Anteil. Wir erinnern uns – an eine außergewöhnliche Frau, ihre Leistungen, ihre Lebenumstände, ihre Ehe mit Alexander Mitscherlich.
Timo Hoyer hat in seinem Buch »Im Getümmel der Welt. Alexander Mitscherlich – Ein Porträt« beide porträtiert. Ein Auszug: