Jüdische Geschichte – für Kinder erzählt
 

Autorenporträt

Simon Dubnow


Simon Dubnow (1860–1941)  ist einer der wichtigsten Historiker der jüdischen Geschichte. Seine zehnbändige »Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Von seinen Uranfängen bis zur Gegenwart« erschien in deutscher Sprache in den 1920er Jahren. Neben seiner Tätigkeit als Historiker war er Publizist, Politiker und politischer Philosoph.
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Marion Aptroot (Hg.), Simon Dubnow

Jüdische Geschichte – für Kinder erzählt

Aus dem Jiddischen von Jutta Schumacher

2. Auflage 2013
215 Seiten 2. Aufl.
ISBN 978-3-647-30017-7
Vandenhoeck & Ruprecht

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Simon Dubnow (1860–1941) ist einer der wichtigsten Historiker der jüdischen Geschichte. Dass er sich auch an Kinder wandte, um ihnen ein nationales und säkulares jüdisches Selbstverständnis zu vermitteln, ist bis heute wenig geläufig. 1931 verfasste Dubnow seine »Jüdische Geschichte – für Kinder erzählt«, eine Gesamtgeschichte des jüdischen Volkes von den Anfängen an, mit der er sich erklärtermaßen nicht nur an Kinder, sondern auch an interessierte Erwachsene richtete. Das Buch gewährt Einblicke in die jüdische Geschichtsschreibung vor dem Holocaust sowie in Dubnows Geschichtsverständnis in Anlehnung an seine berühmte »Weltgeschichte des jüdischen Volkes«. Mit dieser Ausgabe ist die »Jüdische Geschichte – für Kinder erzählt« erstmals in deutscher Übersetzung erhältlich.

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»Originell, lehrreich und endlich auf Deutsch.«
Jacques Schuster, WELT
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Leserstimmen  


Dr. Reiner Andreas Neuschäfer  02.05.2013 11:34  Uhr
Jutta Schumacher hat hier schön und sprachlich galant die "Jüdische Geschichte - für Kinder erzählt" aus der Feder von Simon Dubnow zur Sprache gebracht und in eine ansprechende Form gegossen. Die gebundene Ausgabe ist eine Übersetzung der Fassung von 1931 und stellt damit eine besondere und beeindruckende Darstellung dar, weil hier der Holocaust bzw. die Shoa noch nicht zum Tragen kommt. Nach dem Vorwort zur deutschen Ausgabe und einer entsprechenden Einführung folgt der Einklang des Originals. Dessen erster Teil widmet sich der "orientalischen Periode", S. 27 bis 107. Der zweite Teil, S. 109-201 nimmt die "europäische Periode" in den Blick und endet mit "Die jüdische Welt nach dem Weltkrieg" (1914-1918). Eine detaillierte Chronologie, ein Abkürzungsverzeichnis sowie ein ausgesprochen ausführliches und ausgezeichnetes Glossar runden ein rundum ansprechendes Buch ab. Das Werk überzeugt in Aufmachung und Aufbau und führt auf beeindruckende Weise vor Augen, wie geschichtsintensiv jüdischer Glaube die Wirklichkeit der Welt zur Sprache bringt. Zugleich zeigt Simon Dubnow, welche Bedeutung die Bildung junger Menschen im Judentum besaß und besitzt. Er fordert dabei eine nationalkulturelle Autonomie der Juden ein und signalisiert die historische Bildung und Beschäftigung als ein herausragendes Merkmal jüdischer Existenz. Während die meisten Historiker davon überzeugt waren, dass Juden vor allem durch ihre Traditionen der Religion miteinander verbunden seien, konnte Simon Dubnow in der gemeinsamen Geschichte das besondere Geheimnis des jüdischen Zusammengehörigkeitsgefühls sehen! Hier signalisiert sich das Besondere Simon Dubnows. Diese Ausgabe wurde von Marion Aproot, Professorin für Jiddische Kultur, Sprache und Literatur in Düsseldorf, herausgegeben und betreut. So ist auf gut 200 Seiten eine ausgesprochen ansprechende Ausgabe gelungen, die zurecht schon nach gut einem Jahr in zweiter Auflage erscheinen kann! Überaus empfehlenswert!

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11.08.2012

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Simon Dubnows »Jüdische Geschichte – für Kinder erzählt« in der WELT