Elizabeth A. Waraksa
Female Figurines from the Mut Precinct
Context and Ritual Function
1. Auflage 2009
XI, 252 Seiten mit zahlr. Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-53456-4
Vandenhoeck & Ruprecht
Orbis Biblicus et Orientalis - Band 240
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Elizabeth A. Waraksa widmet sich weiblichen Tonfigürchen, die zwischen 2001 und 2004 in den Grabungen der Johns-Hopkins-Universität im Bezirk des Mut-Tempel in Luxor, Ägypten gefunden wurden. Die Figurinen stammen aus der Zeit zwischen dem Neuen Reich und der Spätzeit (ca. 1550–332 v.Chr.). Tonfigurinen werden von Archäologen, Kunst- und Sozialhistorikern oft wenig beachtet, weil ihnen die mit ägyptischer Kunst verbundenen ästhetischen Qualitäten fehlen. Die im Mut-Bezirk ausgegrabenen Figürchen weisen jedoch Merkmale auf, die sie als standardisierte Ritualobjekte kennzeichnen.
Weibliche Tonfigürchen – so wird hier gezeigt – wurden in Werkstätten hergestellt, von Magiern und Ärzten in Heilungsritualen verwendet und nach ihrem »Leben« zerstört und weggeworfen. Dies ist eine neue, wesentlich profundere Interpretation von Objekten, die bisher als Spielzeug, Puppen, Konkubinen und zuletzt auch als Votiv- und Fruchtbarkeitsfiguren gedeutet wurden.

