Marion Kreis
Karl Hegel
Geschichtswissenschaftliche Bedeutung und wissenschaftsgeschichtlicher Standort
1. Auflage 2012
406 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-36077-4
Vandenhoeck & Ruprecht
Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften - Band 084
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»Ruhm ohne Nachruhm«. So könnte man Leben und Wirken des Historikers Karl Hegel (1813–1901) überschreiben. Zu Lebzeiten wissenschaftlich hoch angesehen und Empfänger zahlreicher Ehrungen wurde er in der Geschichtswissenschaft des 20. und 21. Jahrhunderts beinahe vergessen. In diesem Buch wird Karl Hegels so bisher noch nicht gesehene Bedeutung herausgearbeitet. Auf dem Gebiet der Stadtgeschichtsforschung avancierte er zum unangefochtenen Altmeister. Seinen Platz unter den Historikern von Rang hatte er sich bereits 1847 mit seiner zweibändigen »Geschichte der Städteverfassung von Italien« erarbeitet, deren umfassende und kontinuierliche Rezeption bis in die heutige Zeit nachgewiesen wird. Überdies geht diese Studie neben seinem wissenschaftlichen Wirken auch auf die umfangreiche Korrespondenz mit hochrangigen Vertretern seiner Zeit ein.
Karl Hegel schuf mit der von ihm etablierten umfangreichen Editionsreihe der »Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis in’s 16. Jahrhundert«, die er in 27 Bänden für die Historische Kommission bei der königlichen Akademie der Wissenschaften in München herausgab, ein bis heute vielbenutztes, unentbehrliches Quellenwerk. Seine beiden im hohen Alter geschriebenen Monographien »Städte und Gilden der germanischen Völker im Mittelalter«, 1891 in zwei Bänden erschienen, und »Die Entstehung des Deutschen Städtewesens« aus dem Jahr 1898 runden sein Œuvre ab. Beide Werke wurden vielfach im In- und Ausland positiv besprochen und rezipiert. Darüber hinaus verfasste er eine Vielzahl von Aufsätzen und Rezensionen, die er in namhaften wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichte.

