Autorenporträt

Darina Staudt


Darina Staudt, geb. 1973 in Prešov, promovierte 2009 an der Theologischen Fakultät in Heidelberg.
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Darina Staudt

Der eine und einzige Gott

Monotheistische Formeln im Urchristentum und ihre Vorgeschichte bei Griechen und Juden

1. Auflage 2012
345 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-55015-1
Vandenhoeck & Ruprecht

Novum Testamentum et Orbis Antiquus/Studien zur Umwelt des Neuen Testaments (NTOA/StUNT) - Band 080

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Die vorgelegte Untersuchung reiht sich in die vielen Arbeiten über Fragen des Monotheismus ein und nimmt die sprachliche Analyse hebräischer und griechischer Sprachformeln in den Focus. Sie verfolgt die wenig beachteten Anfänge monotheistischen Denkens außerhalb des Judentums, beginnend bei den Vorsokratikern, Platon und den Stoikern über Epiktet, Plinius d.Ä., Plutarch und Aristides bis ins ausgehende römische Reich. Hymnen, Prosatexte und Inschriften werden als Zeugen des paganen Monotheismus herangezogen. In einem zweiten Kapitel wird der Gebrauch monotheistischer Sprachformeln im Alten Testament und den jüdischen Schriften der hellenistisch-römischen Zeit untersucht, einschließlich des ausgiebigen Gebrauchs bei Philo von Alexandrien und dem eher zurückhaltenden bei Flavius Josephus. In einem dritten Kapitel wird die Verwendung dieser Formeln im Neuen Testament und bei den apostolischen Vätern unter der Fragestellung fortgesetzt, wie es möglich war, dass die frühe Christenheit mit einem ererbten monotheistischen Bekenntnis den Menschen Jesus Christus als göttliche Größe integrieren und als »Sohn« neben den »Vater« setzen konnte. Die Untersuchung geht auch der Frage nach, welche religionspolitische Folgen der Gebrauch einer bestimmten Formelsprache zeigt, ob sie vorsichtige Öffnung der jüdischen Gemeinschaft zur hellenistischen Welt oder schroffe Ablehnung signalisiert, oder welche Formulierungen Apostel Paulus übernimmt und welche er abweist. Die Arbeit, die zahlreiche Bedeutungsvarianten dieser Formeln aufdeckt, zeigt, dass diese Begriffe nicht nur persönliche Bekenntnisse waren, sondern Auswirkung auf die normativen Grundlagen der frühen Kirche hatten.

Zusammenfassung

Die Untersuchung verfolgt anhand der Geschichte kurzer monotheistischer Formeln die schmale Tradition monotheistischen Denkens inmitten einer polytheistischen Welt, von den Vorsokratikern bis in die hellenistisch-römische Zeit. Sie sucht in einem zweiten Teil innerhalb des Alten Testaments und des reichen jüdischen Schrifttums der hellenistischen Epoche nach vergleichbaren Begriffen und Formeln. Schließlich wird in einem dritten Teil im Neuen Testament geprüft, wie sich diese Begriffe und Formeln wandeln und wie ein christologisch modifizierter Monotheismus mit ihnen zum Ausdruck gebracht wird.

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