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Niels Grüne


Dr. Niels Grüne ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Sonderforschungsbereichs 584 »Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte« an der Universität Bielefeld.
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Simona Slanicka


Dr. Simona Slanicka ist Projektleiterin im SFB 584 »Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte« an der Universität Bielefeld.
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Mit Beiträgen von

Katia Béguin, Matthias Braasch, Stefan Ehrenpreis, Jens Ivo Engels, Stefan Gorißen, Peter Graeff, Niels Grüne, Philip Harling, Michel Hoenderboom, Antoon Kerkhoff, Sebastian Knake, André Krischer, Ronald Kroeze, Stephan Merl, Felix Saurbier, Simona Slanicka, Gunda Steffen-Gaus, Andreas Suter, Hillard von Thiessen, Pieter Wagenaar, Uwe Walter und Thomas Welskopp.

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Niels Grüne, Simona Slanicka (Hg.)

Korruption

Historische Annäherungen an eine Grundfigur politischer Kommunikation

1. Auflage 2010
474 Seiten mit 3 Abb. und 3 Tab. gebunden
ISBN 978-3-525-35850-4
Vandenhoeck & Ruprecht

74,99 €
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In modernen Gesellschaften bildet »Korruption« einen Brennpunkt der Kritik an Amtsmissbrauch, Klientelismus oder der Käuflichkeit administrativer Entscheidungen. Das Buch leuchtet die historischen Dimensionen dieses heute so geläufigen Deutungsmusters aus.
Nach drei systematischen Annäherungen bietet es in 17 Fallstudien ein Panorama, das sich von der Antike über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert erstreckt. Erstmals versammelt der Band damit Beiträge, die »Korruption« in ihrem Wechselverhältnis aus sozialen Praktiken und kulturellen Konstruktionen in breiter epochenübergreifender Perspektive betrachten.

Thematisch stehen vier Komplexe im Zentrum: (1) historische Semantik, (2) Patronage, (3) institutionelle Regulierungen und (4) politische Konflikte. Im Ganzen illustrieren die Aufsätze, wie eng Korruptionsvorstellungen mit Modernisierungsprozessen wie Staatsbildung und der Trennung von »öffentlich« und »privat« verknüpft waren. Deutlich wird aber auch, dass diese Vorgänge sehr viel früher zum Tragen kamen, als es die etablierte, auf die Umwälzungen des 18. und 19. Jahrhunderts fokussierte Lesart annimmt.
Zugleich tritt der Erkenntniswert der historischen Korruptionsforschung für die politische Kulturgeschichte hervor. Der Korruptionsdiskurs zeigt sich als ein Medium, in dem die Zeitgenossen Auffassungen über die Legitimität von Herrschaftsformen artikulierten. In so unterschiedlichen Milieus wie der römischen Republik, frühneuzeitlichen Proto-Staaten oder amerikanischen Großstädten um 1900 spiegelten Streitigkeiten um den »korrupten« Charakter bestimmter Interaktionsweisen letztlich divergierende Ansichten von der rechten Ordnung des Gemeinwesens wider. »Korruption« schält sich mithin als eine Grundfigur politischer Kommunikation heraus.

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Pressestimmen    
Der Sammelband ist ein beachtlicher Wurf...
Anke Martiny, Scheinwerfer


Das Buch [...] hat das Zeug zu einem Grundlagenwerk der Geschichtswissenschaften zu werden.
Deutschlandradio Kultur
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Dieses theorieoffene Denken ist erfrischend.
www.sehepunkte.de
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Der vorliegende Band ist überaus facetten- und lehrreich, und es ist ein besonderes Verdienst der Herausgeber, dass er sowohl epochenübergreifend als auch interdisziplinär angelegt ist.
Moritz Isenmann, HSozuKult
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