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Ernst Heitsch


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Dr. Ernst Heitsch ist em. Professor für Klassische Philologie an der Universität Regensburg.
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Ernst Heitsch (Hg.), Platon

VII 1 Größerer Hippias

Übersetzung und Kommentar von Ernst Heitsch. Mit einem Beitrag von Franz von Kutschera

1. Auflage 2011
145 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-30417-4
Vandenhoeck & Ruprecht

Platon Werke - Band 007,1

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Das Adjektiv »größer« im Titel bezieht sich auf den Umfang, verglichen mit einem kleineren Dialog desselben Namens. Der unbekannte Autor wird Platon (427–347) und Aristoteles (384–322) noch gekannt haben und gewährt uns mit seiner Schrift einen Blick in das Leben und den Unterrichtsbetrieb der frühen Akademie.
Sokrates und der renommierte Gelehrte Hippias aus Elis führen in der ersten Hälfte des Dialogs ein Gespräch über die Frage, was eigentlich das Schöne sei: Hier orientiert sich der Autor für den Gesprächsstil im Wesentlichen an den früheren Dialogen Platons. Die zweite Hälfte, vor allem mit den Ausführungen über distributive und kollektive Eigenschaften, spiegelt eher die Diskussionen über Probleme, wie sie seinerzeit in der Akademie aktuell waren.

Unter Platons Namen sind 36 Texte unterschiedlicher Länge überliefert. Für einige von ihnen ist die Verfasserschaft allerdings kontrovers, doch sollte man in solchen Fällen nicht gleich von Fälschungen sprechen. Richtiger ist wohl die Annahme, dass das eine oder andere jüngere Mitglied der Akademie sich durch Lektüre von Platons Schriften und durch mündliche Diskussionen veranlasst sah, es dem Meister nachzumachen und sich selbst im Schreiben und Argumentieren zu üben (auch Aristoteles, der von 367 bis zum Tode Platons der Akademie angehörte, verfasste unter dem Einfluss Platons zunächst Dialoge, die uns allerdings nicht erhalten sind). Offensichtlich wurden auch solche Texte, wenn sie denn als gelungen gelten konnten, in der Akademie aufbewahrt und dann etwa im 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr. zusammen mit Platons Schriften, geordnet in neun Tetralogien, veröffentlicht in einer Ausgabe, die für alle Folgezeit maßgeblich blieb.

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