Eberhard Bons, Thomas J. Kraus (Hg.)
Et sapienter et eloquenter
Studies on Rhetorical and Stylistic Features of the Septuagint
1. Auflage 2011
165 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-53261-4
Vandenhoeck & Ruprecht
Forschungen zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments - Band 241
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Die Septuaginta, die antike griechische Übersetzung des Alten Testaments, ist wahrscheinlich das erste große Übersetzungsprojekt der griechisch-römischen Antike. Mit ihr tritt die Religion und Kultur des antiken Judentums erstmals in das Blickfeld eines griechischsprachigen Publikums, dem die in hebräischer Sprache verfassten heiligen Schriften der Juden nicht zugänglich waren. Das Projekt der Übersetzung bedeutete zugleich eine Übertragung von religiösen, sozialen und anthropologischen Kategorien und Konzepten semitischen Ursprungs in eine andere, vom Hellenismus geprägte Sprach- und Wissenschaftskultur.
In den letzten Jahren ist die Septuaginta immer mehr ins Zentrum bibelwissenschaftlicher, historischer und philologischer Forschung gerückt. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit nicht nur auf die näheren Umstände, die zu ihrer Entstehung in Alexandrien führten, sondern auch auf die zahlreichen sprachlichen und inhaltlichen Spezifika des griechischen Bibeltextes. Kaum erforscht ist dabei die Frage, in welchem Maße die griechische Bibelübersetzung stilistische und rhetorische Elemente aufweist, die dem hebräischen Ausgangstext fremd sind. Haben die Übersetzer ihre rhetorischen und stilistischen Kompetenzen genutzt, um ihrem Werk einen bestimmten ornatus zu verleihen? Kann man mit Recht wie Augustin behaupten, dass nicht nur die Verfasser der biblischen Schriften, sondern auch die Übersetzer et eloquenter et sapienter, d.h. beredsam und weise zu formulieren verstanden? Der Sammelband greift dieses in der gegenwärtigen Forschung vernachlässigte Thema auf. Sieben Autorinnen und Autoren untersuchen stilistische und rhetorische Elemente in verschiedenen biblischen Büchern (u.a. Psalmen, Amos, Weisheit Salomos) und eröffnen damit ein Arbeitsfeld, das in Zukunft mehr Beachtung verdient.
Zusammenfassung
Die Forschungen der letzten Jahre lenkten die Aufmerksamkeit nicht nur auf die näheren Umstände, die zur Entstehung der Septuaginta in Alexandrien führten, sondern auch auf die zahlreichen sprachlichen und inhaltlichen Spezifika des griechischen Bibeltextes.
Die hier versammelten Beiträge widmen sich der bisher kaum erforschten Frage, in welchem Maße die griechische Bibelübersetzung stilistische und rhetorische Elemente aufweist, die dem hebräischen Ausgangstext fremd sind. Haben die Übersetzer ihre rhetorischen und stilistischen Kompetenzen genutzt, um ihrem Werk einen bestimmten ornatus zu verleihen?
Mit Beiträgen von E. Bons, J.M. Dines, K. Hauspie, J. Joosten, T.J. Kraus, A. Léonas und K. Usener.

