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Johannes Grave

Der »ideale Kunstkörper«

Johann Wolfgang Goethe als Sammler von Druckgraphiken und Zeichnungen

1. Auflage 2006
648 Seiten mit 71 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-47503-4
Vandenhoeck & Ruprecht

Ästhetik um 1800 - Band 004

74,99 €
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»Nicht von der Kunst in abstracto« hielt Goethe 1788 als Vorsatz in seinem Notizbuch fest. Nach dem Erlebnis seiner Italienreise wollte er auf jegliche Form kunsttheoretischer Spekulation verzichten, die nicht von den konkreten Kunstwerken ausgeht. Die Maxime lässt keinen Zweifel daran, dass Goethes Schriften zur Kunst ohne die Anschauung von Kunstwerken nicht zu verstehen sind. Wer sie nur liest, bleibt blind.
Wie konsequent Goethe an seinem Vorsatz festhielt, zeigen seine umfangreichen Sammlungen. Die Druckgraphiken und Zeichnungen bieten eine Fülle von Material, die es Goethe ermöglichte, von einer anschaulichen Kunstgeschichte auf ein »Ganzes der Kunst« zu schließen.
Der Kunsthistoriker Johannes Grave schildert Goethes Beschäftigung mit den Kunstwerken, um nach dem Profil und Konzept seiner graphischen Sammlung zu fragen. Die Sammlung erweist sich dabei als Ort einer »morphologischen« Kunstbetrachtung, die ein Kunstideal einholen sollte, das dem Kunstschaffen und der Ästhetik um 1800 nicht mehr zugänglich war.

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Non vi è dubbio: lo studio di Johannes Grave rappresenta una svolta per chiunque si occupi delle collezioni goethiane. ... una lettura che riesce a integrare la prospettiva storica con una stringente considerazione dell’elemento visivo, così fondamentale nell’interpretazione goethiana dell’oggetto d’arte.
Gabriella Catalano, Cultura tedesca


Alles in allem bildet das Buch einen gewichtigen Meilenstein auf dem mühevollen Kärrnerwege der Auseinandersetzung mit Goethes eindrucksvoller Sammeltätigkeit.
Dieter Gleisberg, Marginalien


Grave verfährt ... mit staunenswerter Materialkenntnis, einem klaren Überblick über die Forschung und beeindruckendem Sachverstand sowohl in kunsthistorischer als auch literaturwissenschaftlicher Hinsicht. ... alle künftige Forschung zu Goethes Beschäftigung mit den bildenden Künsten [wird] auf die reichen Ergebnisse dieses so materialgesättigten wie elegant geschriebenen Buchs zurückgreifen müssen.
Ernst Osterkamp, Goethe-Jahrbuch


›Der ideale Kunstkörper‹ not only succeeds in highlighting the function of critical connoisseurship and comparative viewing in Goethe’s approach to art and nature, but by extension also makes a case for the relevance of prints and drawings collections today.
Daniel F. Herrmann, Print Quarterly


... [this] book is an amazingly informed and interesting study and can only be recommended.
Beate Allert, Goethe-Yearbook


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