Autorenporträt

Shmuel Feiner


Shmuel Feiner
Dr. Shmuel Feiner ist einer der international führenden Historiker der deutsch-jüdischen Geschichte der Neuzeit. Er ist Professor für Jüdische Geschichte und Inhaber des Braun-Lehrstuhls an der Bar-Ilan-Universität in Israel.
Mehr Infos zum Autor

Abdruckrechte

Text oder Illustration aus diesem Titel verwenden?

Lizenz erwerben

Shmuel Feiner

Moses Mendelssohn

Ein jüdischer Denker in der Zeit der Aufklärung

Mit einem Vorwort von Dan Diner. Aus dem Hebräischen von Inge Yassur

1. Auflage 2009
222 Seiten mit 20 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-35097-3
Vandenhoeck & Ruprecht

24,99 €
inkl. MwSt.
Versandkostenfrei in D, A, CH (Versandinformationen)
In den Warenkorb
Buch

Moses Mendelssohn (1729–1786) zählt zu den Ikonen deutsch-jüdischer Geschichte. Der israelische Historiker Shmuel Feiner beschreibt nicht nur den privaten und öffentlichen Werdegang Mendelssohns sowie dessen Aufstieg zu einem der führenden Philosophen seiner Zeit, sondern auch die Zerrissenheit eines Menschen, der als liberaler Vorkämpfer der Aufklärung wirkte und zugleich als Jude die religiösen Vorurteile zur Kenntnis nehmen musste, auf die er innerhalb wie außerhalb seiner Glaubensgemeinschaft stieß.
Leben und Wirken weisen Mendelssohn als den ersten wirklichen jüdischen Aufklärer aus. Vor ihm hatte es keinen Denker gegeben, dessen geistige Entwicklung so eng mit den Dilemmata zeitgenössischer jüdischer Existenz verknüpft war – Konflikte, die aus der tief greifenden Umwälzung der europäischen Gesellschaft der Neuzeit herrührten. Und kein jüdischer Denker vor ihm hatte in vergleichbar konsequenter Weise die Achtung der Menschenwürde und die Wahrung der menschlichen Ansprüche auf Freiheit und Glück zu Leitprinzipien erhoben.

Es scheint, dass das gesamte philosophische Ideengebäude Mendelssohns auf seinem Humanismus gründete – einschließlich seiner Sicht auf das Judentum als einer Religion, welche die Einhaltung ihrer Gebote verlange, jedoch keine Glaubensdogmen auferlege und auch nicht nach Ausbreitung durch Mission strebe.
Mit einer aufklärerischen Grundhaltung standen auch die inneren wie äußeren Kämpfe im Zusammenhang, die Mendelssohn im Laufe seines Lebens auszufechten hatte. Er sah den Menschen als sublimstes Geschöpf Gottes an. Dessen Eigenschaften als reflektierende und mitfühlende, mit einer unsterblichen Seele begabten Kreatur lassen ihn nach Mendelssohn auf der Suche nach Vollkommenheit seine physische Begrenztheit und seine niedrigen Antriebe überwinden.

Mehr Infos zum Buch

Inhalt    Alles anzeigen

Mediathek

Pressestimmen    
Die eindringliche Studie vermittelt einen Eindruck von der Souveränität Mendelssohns [...]
Ulrich Kronauer, NZZ


[...] eine neue, riskante, aber letztlich für die Leserschaft sehr lohnende Perspektive auf Moses Mendelssohn.
Tamara Ehs, Zeitschrift für Politikwissenschaft


... sehr zu empfehlende Biographie ...
Andreas Klinger, Historische Zeitschrift


Feiner gibt ein beeindruckendes Bild von Moses Mendelssohn als einem gesetzestreuen Juden, der sich den rabbinischen Autoritäten entzieht und ein neues Modell jüdischen Lebens in einer zivilen Gesellschaft entworfen hat und sich dabei der Grenzen der Aufklärung bewußt war.
Ulrich Wyrwa, Das Historisch - Politische Buch


Leserstimmen  


Eigene Leserstimme abgeben


Eigene Leserstimme abgeben

Ihr Name:*
Ihre E-Mail:*
Ihr Kommentar:*
Sicherheitscode:* Bitte Sicherheitscode eingeben

Im Kommentar sind keine HTML-Formatierungen und URLs erlaubt. Die Leserstimme wird nach Prüfung durch den Verlag hier veröffentlicht.