Autorenporträt

Han-Wei Jung


Dr. Han-Wei Jung hat an der Universität Bonn Rechtswissenschaft studiert. Seit 2012 arbeitet er als Rechtsanwalt bei der Kanzlei Redeker/Sellner/Dahs.
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Han-Wei Jung

Rechtserkenntnis und Rechtsfortbildung im Völkergewohnheitsrecht

Das Verhältnis zwischen Methodik und Rechtsquellenlehre

1. Auflage 2012
268 Seiten gebunden
ISBN 978-3-89971-973-4
V&R unipress

Beiträge zu Grundfragen des Rechts - Band 009

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Die Nürnberger Prozesse hatten nicht nur großen gesellschaftspolitischen Einfluss. Mit ihnen vollzieht sich sowohl national als auch international ein Bewusstseinswandel, der die Funktion des Völkerrechts neu definiert. Das Völkerrecht wird zunehmend als eine Wertordnung verstanden, die immer stärker auf die Deduktion als Mittel der Rechtsfindung zurückgreift. Anwendungsbeispiele der syllogistischen Rechtserkenntnis findet man aktuell im Kriegsvölkerrecht, im Immunitätsrecht und im internationalen Strafrecht, wo die dynamische Rechtsfindung erheblich von dem gesteigerten Menschenrechtsbewusstsein profitiert. Unsicherheit besteht jedoch bei der Entwicklung der nötigen methodischen Maßstäbe, weil die rechtsmethodische Seite des Konsensgrundsatzes bisher nicht im Vordergrund der Diskussion stand.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Fragen der modernen Rechtsquellenlehre und lotet anhand gewichtiger Entscheidungen das Verhältnis zwischen Rechtsmethode und Rechtsquellenlehre aus.

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