Sophistication

Autorenporträt

Nadja Geer


Dr. Nadja Geer, geboren 1969 in Washington D.C., studierte an der FU Berlin Germanistik und Amerikanistik und an der HFF München Kulturjournalismus. Sie schreibt für »Die Zeit« und die »taz« und lebt in Berlin. Ab Herbst 2012 wird sie die interdisziplinäre akademische Zeitschrift »Pop – Kultur und Kritik« mitherausgeben.
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Nadja Geer

Sophistication

Zwischen Denkstil und Pose

1. Auflage 2012
267 Seiten
ISBN 978-3-86234-976-0
V&R unipress

Westwärts - Band 001

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Autoritäres Schreiben über Pop entspricht nicht dem dehierarchisierenden Wesen des Pop. Aus diesem Widerspruch hat sich ein eigener Pop-Denkstil gebildet, dessen Hegemonialanspruch die vorliegende Untersuchung dekonstruiert. Sie vergleicht den Denkstil der Sophistication der Popintellektuellen in den 1980er-Jahren mit einem traditionell hegemonialen Denkstil des Bildungsbürgertums: dem der Kultiviertheit. In dem Wunsch, den Glanz der Oberfläche des Pop auf den Diskurs zu übertragen, entwickelten Autoren wie Thomas Meinecke, Rainald Goetz und Diedrich Diederichsen eine neue Form des gleichzeitig schönen und kritischen Denkens, ein Denken zwischen Stil und Pose. In ihrem narzisstischen Willen zur Form knüpften sie dabei teilweise bewusst an die »Konservativen Revolutionäre« der Zwischenkriegszeit an, deren partikularistischen Habitus sie teilten. In seiner Exklusivität, so zeigt die Analyse, wohnte dem Denkstil des sich progressiv gebenden Pop-Gelehrtentums ein undemokratisches Moment inne.

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Pressestimmen    
Rezension »Popkolumne. Ambivalenz, Obskurität, Sophistikation«
Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken


»Geers Studie gebührt das Verdienst, mit der Sophistication der Popintellektuellen eine bislang stiefmütterlich behandelte Kommunikationsform wissenschaftlich, aber leserfreundlich erschlossen zu haben.«
Rezension: »Culture Club«
Frieze


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