Autorenporträt

Thomas Meyer


Dr. Thomas Meyer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur in Leipzig.
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Thomas Meyer

Vom Ende der Emanzipation

Jüdische Philosophie und Theologie nach 1933

Mit einem Vorwort von Dan Diner

1. Auflage 2008
208 Seiten kartoniert
ISBN 978-3-525-35094-2
Vandenhoeck & Ruprecht

Toldot - Band 006

19,99 €
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Zu den bislang wenig beachteten philosophischen Selbstverständigungstexten des 20. Jahrhunderts zählt die Grundlagendebatte, die jüdische Philosophen und Theologen nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten führten. In Zeitungen, Zeitschriften und Büchern wurde bis zum gewaltsamen Ende öffentlichen jüdischen Lebens in Deutschland im Jahre 1938 noch ein halbes Jahrzehnt lang leidenschaftlich um das zeitgemäße und »wahre« Judentum gestritten.

Zentrale Deutungsangebote jenseits der viel beschworenen »deutsch-jüdischen Symbiose« kamen dabei vor allem von theologischer Seite. Während etwa der gesetzestreue Rabbiner Alexander Altmann (1906–1987) am halachischen Judentum als dem zentralen Sinnbezug für Juden festhielt, favorisierte der junge Religionshistoriker Hans-Joachim Schoeps (1909–1980) Inhalte der christlichen »dialektischen Theologie« Karl Barths. Gemeinsamer Bezugspunkt dieser Diskussionen war nicht selten Franz Rosenzweig (1886–1929), dessen Werk seit dem Jahr 1933 eine bemerkenswerte Rezeption erfuhr.

Auch die Philosophen beteiligen sich angesichts der existenziellen Bedrohung an den Auseinandersetzungen um die Frage »Was ist Judentum?«. Der Essay beleuchtet vor allem die Streitschrift von Leo Strauss (1899–1973), dessen Buch »Philosophie und Gesetz« von 1935 zu einem Manifest für die Zeitgenossen geworden war. Seine scharfe Kritik an der Abkehr von den Quellen des Judentums, wie sie Maimonides (1138–1204) in seinen Schriften kanonisiert hatte, mündete in einer Neubestimmung von Aufklärung und Tradition im Judentum. Unter anderem antworteten der Philosoph Julius Guttmann (1880–1950) und sein Schüler Fritz Bamberger (1902–1984) mit einer Verteidigung des liberalen Judentums.

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Pressestimmen    
Ein insgesamt gelungenes Buch. Und dazu ein inspirierendes.
Dmitrij Belkin, Newsletter zur Geschichte und Wirkung des Holocaust


Dieses Buch wird gewiss zu neuen Fragen und Forschungen anregen und die Rolle von Philosophie im bedrängten Leben neu sehen lassen.
Karl, E. Grözinger, PaRDeS


Lesenswerte Studie
Michael Brenner, Süddeutsche Zeitung
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