Uwe Backes, Patrick Moreau (Hg.)
Communist and Post-Communist Parties in Europe
1. Auflage 2008
660 Seiten mit 15 Abb., 128 Tab. und 3 Karten gebunden
ISBN 978-3-525-36912-8
Vandenhoeck & Ruprecht
Schriften des Hannah-Arendt-Instituts - Band 036
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Im Mittelpunkt des Bandes steht die Frage nach Kontinuität und Wandel des parteiförmig organisierten, ehemals an Moskau orientierten Kommunismus nach dem Untergang des »real existierenden Sozialismus«. Dabei werden die europäischen Länder, die von den jeweiligen Kommunistischen Parteien ehemals als monopolistische Staatsparteien beherrscht worden waren, ebenso behandelt wie die Staaten, in denen am Staatssozialismus orientierte Organisationen nolens volens innerhalb einer pluralistischen Parteienlandschaft agierten. Die Berücksichtigung beider Bereiche soll vergleichende Betrachtungen anstoßen und zu einem besseren Verständnis der Rolle der entsprechenden Formationen in den jeweiligen Parteiensystemen beitragen.
Ähnelten die strategischen Hauptoptionen der von der Macht verdrängten ehemaligen Staatsparteien in einer sich pluralisierenden politischen Umwelt nicht den politischen Dilemmata, denen die KPen in nicht-kommunistischen Staaten Europas seit langem unterlagen? Bewirkte die »Rückkehr nach Europa« langfristig eine Angleichung der politischen Wettbewerbsbedingungen? Oder sind in Mittel- und Osteuropa Besonderheiten hervorgetreten, die im westlichen keine Parallele finden? Die Beiträge erfassen ein breites Spektrum von Fallbeispielen und behandeln gleichgewichtig das östliche und das westliche Europa. Russland, das ehemalige »Vaterland aller Werktätigen«, wurde einbezogen, obwohl es sich geographisch wie politisch und kulturell nur in Teilen um ein europäisches Land handelt. Der Band ist nach europäischen Großregionen gegliedert und bietet im letzten Teil Beiträge zu internationalen Vernetzungen und vergleichende Bilanzen.
Die Beiträge basieren auf den Arbeitsergebnissen einer Konferenz, die das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Universität Paris X – Nanterre im September 2005 im Europäischen Forschungszentrum Schloss Fürstenstein bei Wałbrzych/Waldenburg, Polen, durchgeführt hat.

