Autorenporträt

Thomas Martin Schneider


Privatdozent Dr. theol. Thomas Martin Schneider ist Akademischer Direktor am Institut für Evangelische Theologie der Universität Koblenz-Landau.
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Thomas Martin Schneider

Gegen den Zeitgeist

Der Weg zur VELKD als lutherischer Bekenntniskirche

1. Auflage 2008
314 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-55749-5
Vandenhoeck & Ruprecht

Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Reihe B: Darstellungen - Band 049

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Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), der Zusammenschlusses lutherischer Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ging im Jahr 1948 aus dem sogenannten Lutherrat hervor. Thomas Martin Schneider untersucht auf Grundlage bisher weitgehend unerschlossenen Archivmaterials erstmals die komplexe Entstehungs- und Vorgeschichte der VELKD. Dabei rückt insbesondere der lutherische Flügel der seit 1936 gespaltenen Bekennenden Kirche in den Blick, der sogenannte Lutherrat und seine diversen Vorläufer. Dies geschieht im Kontext der bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichenden, auch internationalen lutherischen Einigungsbestrebungen.

Die bisherige weitgehend kritische – an der radikalen »dahlemitischen«, vornehmlich unierten Bekennenden Kirche orientierte – Forschungsperspektive wird ergänzt durch die Perspektive der lutherischen Vereinigungsbestrebungen, die sich ausdrücklich als Bekennende Kirche lutherischer Konfession verstanden. Entsprechendes gilt für die Zeit nach 1945. Hier ist die lutherische Perspektive deswegen bedeutsam, weil die Lutheraner zunächst in Konkurrenz zum Plan einer einheitlichen evangelischen Kirche eine rein lutherische Kirche anstrebten, was nicht ohne Auswirkungen auf die dann tatsächlich erfolgte Neuordnung des deutschen Protestantismus blieb und diese um etwa drei Jahre verzögerte.
Die aktuelle Relevanz des Themas ergibt sich aus der gegenwärtigen kirchlichen Strukturdebatte, in der konfessionelle Zusammenschlüsse innerhalb der EKD grundsätzlich in Frage gestellt worden sind.

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Pressestimmen    
ein lange erwarteter Beitrag zur Kirchengeschichtsschreibung
Friedrich Otto Scharbau, Zeitzeichen


Das Buch ist flüssig, manchmal spannend geschrieben, ja erzählt.
Klaus Grünwaldt, Theologische Literaturzeitung


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Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Reihe B: Darstellungen