Isabel Laack
Religion und Musik in Glastonbury
Eine Fallstudie zu gegenwärtigen Formen religiöser Identitätsdiskurse
1. Auflage 2011
712 Seiten mit 14 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-54011-4
Vandenhoeck & Ruprecht
Critical Studies in Religion/Religionswissenschaft (CSRRW) - Band 001
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Die körperlich-sinnliche Erfahrung von Musik ist ein wesentliches Medium für die Identifizierung mit religiösen Traditionen, das heißt für die Anbindung Einzelner an kollektive religiöse Identitäten. Diese zentrale These wird in der ethnografischen Studie für das Forschungsfeld Glastonbury entwickelt.
Grundlage der Feldforschung ist die Erfassung der religiösen Strömungen vor Ort. Das Spektrum reicht von Anglikanern über Neo-Hindus bis hin zu Druiden und den Goddess People. In der Darstellung dieses religiösen Feldes wird die Vielfalt, Flexibilität und situative Gebundenheit religiöser Identitätsbildung auf innovative Weise eingefangen. Des Weiteren wird im Rahmen einer Sensografie beschrieben, wie Körper und Sinne im Rahmen der gemeinschaftlichen religiösen Praxis der verschiedenen Gruppierungen angesprochen werden.
Im Zentrum der Untersuchung steht die ausführliche religionsmusikologische Analyse der im religiösen Feld verwendeten Musik.
Ein theoretisches Erklärungsmodell wird entworfen, das die Rolle von Musik in den lokalen kollektiven Identitätsbildungsprozessen bestimmen will. Dabei werden Aspekte wie die Wirksamkeit von Musik, Gemeinschaftserlebnisse beim Musizieren, die Konstruktion kollektiver religionshistorischer Autobiografien und ästhetisch-musikalische Identitätskonstitutionen diskutiert und neueste ethnologische, musikwissenschaftliche und ritualtheoretische Ansätze kreativ miteinander verbunden. Das im Umfeld der Religionsästhetik angesiedelte Forschungsfeld Religion und Musik wird erstmals umfassend aus religionswissenschaftlicher Perspektive erschlossen.
Musik der Religionen: Himmlische Klänge
Ein Film von Annabel Münstermann mit Isabel Laack (ZDF Mediathek)
Aus dem Ankündigungstext:
Musik ist die eine universelle Sprache der Menschheit. Ungeachtet aller kulturellen Unterschiede fördert sie den direkten Zugang zu den tiefsten Emotionen des Menschen. Deshalb ist sie seit jeher auch eine der wichtigsten Ausdrucksformen in vielen Religionen. Doch nicht in allen. Manche Religionen sehen in Musik eine zu weltliche Form des Ausdrucks, die vom Glauben ablenkt. In Teilen des Islam ist die Begleitung von religiösen Zeremonien durch Musik bis heute nicht erlaubt.
In einer 30-minütigen Dokumentation begleiten wir die 33-jährige Religionswissenschaftlerin Dr. Isabel Laack von der Universität
Heidelberg auf einer Forschungsreise quer durch Deutschland. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, welche Bedeutung die Musik in den verschiedenen Religionen einnimmt.

