Autorenporträt

Isabel Laack


Dr. Isabel Laack ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Heidelberg im Sonderforschungsbereich »Ritualdynamik« und im Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften tätig.
Ab Herbst 2011 forscht sie im Rahmen eines Marie Curie International Outgoing Fellowship der European Research Agency als Visiting Researcher am Department of Anthropology der Harvard University.
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Isabel Laack

Religion und Musik in Glastonbury

Eine Fallstudie zu gegenwärtigen Formen religiöser Identitätsdiskurse

1. Auflage 2011
712 Seiten mit 14 Abb.
ISBN 978-3-647-54011-5
Vandenhoeck & Ruprecht

Critical Studies in Religion/Religionswissenschaft (CSRRW) - Band 001

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Die körperlich-sinnliche Erfahrung von Musik ist ein wesentliches Medium für die Identifizierung mit religiösen Traditionen, das heißt für die Anbindung Einzelner an kollektive religiöse Identitäten. Diese zentrale These wird in der ethnografischen Studie für das Forschungsfeld Glastonbury entwickelt.
Grundlage der Feldforschung ist die Erfassung der religiösen Strömungen vor Ort. Das Spektrum reicht von Anglikanern über Neo-Hindus bis hin zu Druiden und den Goddess People. In der Darstellung dieses religiösen Feldes wird die Vielfalt, Flexibilität und situative Gebundenheit religiöser Identitätsbildung auf innovative Weise eingefangen. Des Weiteren wird im Rahmen einer Sensografie beschrieben, wie Körper und Sinne im Rahmen der gemeinschaftlichen religiösen Praxis der verschiedenen Gruppierungen angesprochen werden.
Im Zentrum der Untersuchung steht die ausführliche religionsmusikologische Analyse der im religiösen Feld verwendeten Musik.
Ein theoretisches Erklärungsmodell wird entworfen, das die Rolle von Musik in den lokalen kollektiven Identitätsbildungsprozessen bestimmen will. Dabei werden Aspekte wie die Wirksamkeit von Musik, Gemeinschaftserlebnisse beim Musizieren, die Konstruktion kollektiver religionshistorischer Autobiografien und ästhetisch-musikalische Identitätskonstitutionen diskutiert und neueste ethnologische, musikwissenschaftliche und ritualtheoretische Ansätze kreativ miteinander verbunden. Das im Umfeld der Religionsästhetik angesiedelte Forschungsfeld Religion und Musik wird erstmals umfassend aus religionswissenschaftlicher Perspektive erschlossen.

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