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Autorenporträt

Anne M. Steinmeier


Pfarrerin Dr. theol. Anne M. Steinmeier ist Professorin für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg.
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Anne M. Steinmeier

Kunst der Seelsorge

Religion, Kunst und Psychoanalyse im Diskurs

1. Auflage 2011
319 Seiten mit 6 Farb- und 22 s/w-Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-57005-0
Vandenhoeck & Ruprecht

89,99 €
inkl. MwSt.
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Viele Menschen empfinden sich in Zonen des Übergangs, des Wandels, auf Schwellen. Was heißt es angesichts dieser Herausforderung, in der Seelsorge erzählend an der eigenen fragilen Identität zu arbeiten?
Steinmeier zeigt Wege auf, die zum einen die radikale Weltlichkeit als die theologische Grundlegung der Seelsorge im Anschluss an J. Scharfenberg ernst nehmen, zum anderen in der Weisheit eines im Bildersturz geläuterten, pluralitätsfähigen Glaubens (P. Ricœur) schöpferischen Ausdruck und religiöse Gestaltung suchen. In grenzgängigen und vielschichtigen Reflexionsprozessen kommen wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven (z.B. Giacometti, Klee, Rothko, Lehnerer, Bourgeois) zur Sprache.
Die Sprachen der Kunst suchen nicht deutungsmächtig in einer auf Einheit zielenden Teleologie zu vereinnahmen. Sie vermögen vielmehr erfahrene Kontingenz zu gestalten und Räume zu eröffnen, in denen unverfügbar Neues entstehen kann.
Was heißt das für das Verhältnis von Seelsorge und Psychoanalyse? Was heißt das für die Bedeutung und Sprachwerdung von Religion?
In Gesprächen mit G. Benedetti, T. Ogden und der bisher wenig wahrgenommenen Psychoanalytikerin der ersten Stunde, L. Andreas-Salomé, eröffnen sich in »Zwischenreichen des Träumens« Annäherungen über eine »dritte Realität«. In einer nicht mehr zu poetisierenden Welt kann die Figur der Dichtung als Akt gestaltender Sinngebung zum bergenden Sprachhaus des Fremden und nicht Dekodierbaren werden.
In der Wahrnehmung der Fragilität der Veränderungsprozesse des Selbst gewinnen literarische und biblische Erzählungen für die religiöse Erfahrung an Bedeutung, im Lesen, Sehen, Erleben und in eigenen Sprachgestalten. Im Horizont von Gedächtnis und Erinnerung des Verlorenen und Vergessenen wird das Gespräch mit W. Benjamin gesucht.

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