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Peter Walkenhorst


Dr. Peter Walkenhorst ist Projektleiter in der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.
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Peter Walkenhorst

Nation – Volk – Rasse

Radikaler Nationalismus im Deutschen Kaiserreich 1890–1914

1. Auflage 2007
400 Seiten kartoniert
ISBN 978-3-525-35157-4
Vandenhoeck & Ruprecht

Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft - Band 176

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Das Buch untersucht die Konstruktion und politische Praxis des radikalen Nationalismus im wilhelminischen Kaiserreich. Dieser Nationalismus, der seit den 1890er Jahren vor allem von Agitationsverbänden wie dem Alldeutschen Verband, dem Ostmarken- und dem Flottenverein propagiert wurde, war ein qualitativ neuartiges Phänomen und ein wichtiger Katalysator für die weitere Entwicklung des Nationalismus in Deutschland. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die semantische und diskursive Konstruktion der für den radikalen Nationalismus konstitutiven Deutungsmuster sowie die Wechselwirkung zwischen dem Weltbild der radikalen Nationalisten und ihrem konkreten politischen Handeln.

Theoretisch und methodisch schließt die Arbeit an die Erkenntnisse der neueren Nationalismusforschung an, die Nation und Nationalismus als kulturelle und politische Konstruktionen begreift. Ausgehend von dieser theoretischen Prämisse werden zunächst die Ausgangsbedingungen und strukturellen Voraussetzungen für die Genese des radikalen Nationalismus rekonstruiert. Das zweite Kapitel untersucht die semantische und diskursive Konstruktion der für die radikalen Nationalisten konstitutiven Deutungsmuster »Nation«, »Volk« und »Rasse«. Das dritte Kapitel analysiert die ideologischen Grundlagen und die politische Praxis des radikalnationalistischen Imperialismus. Im vierten Abschnitt wird am Beispiel der »polnischen Frage« und des Antisemitismus die Haltung der radikalen Nationalisten gegenüber den im Deutschen Reich lebenden »nationalen Minderheiten« behandelt. In einem Ausblick auf die weitere Entwicklung des deutschen Nationalismus wird abschließend gezeigt, welche radikalnationalistischen Deutungsmuster die nationale Identität der Deutschen und die Semantik der deutschen Nation nachhaltig beeinflusst haben.

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Zur Rezension der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Walkenhorsts Arbeit ist eine gelungene Synthese aus historischer Forschung und Diskursanalyse. Wer sich mit dem Kaiserreich, dem Ersten Weltkrieg und der Entwicklung der deutsch-völkischen Ideologie befasst, dem sei sie zur Lektüre dringend empfohlen. ... Walkenhorsts Arbeit [bietet] auch eine gute Handhabe zur Analyse rechter Agitation bis in die Gegenwart.
Volker Weiß, DISS-Journal. Zeitung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung


Walkenhorsts Studie analysiert nicht nur die Denkmuster im wilhelminischen Radikalnationalismus präzise, sie bietet auch eine Grundlage, differenziert nach den Kontinuitätslinien in den völkischen Bewegungen und der Bedeutung des Ersten Weltkriegs für die Radikalisierung in der deutschen Gesellschaft zu fragen.
Dieter Langewiesche, Historische Zeitschrift


faktenreiches und gut geschriebenes Buch
Siegfried Weichlein, Süddeutsche Zeitung
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