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Mit Beiträgen von
Burkhard Hasebrink, Susanne Bernhardt, Imke Früh (Hg.)
Semantik der Gelassenheit
Generierung, Etablierung, Transformation
319 Seiten mit 2 Tabellen
ISBN 978-3-647-36718-7
Vandenhoeck & Ruprecht
Historische Semantik - Band 017
| Buch | 54,95 € |
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| Einzelkapitel (PDF) |
Den Begriff ›Gelassenheit‹ verbindet man auch in Teilen der Mediävistik vor allem mit Meister Eckhart. Doch erst in der Folgegeneration etablierte er sich als ein Leitbegriff der religiösen und mystischen Literatur des Spätmittelalters. Ausgehend von aktuellen Ansätzen der Historischen Semantik erforscht der Sammelband an unterschiedlichen literarischen Formen verschiedene Perspektiven der Semantisierung, Etablierung und Inszenierung dieses Konzepts. Die Untersuchungen setzen bei lexikalischem Wissen an und reichen bis hin zu außersprachlich angesiedeltem Diskurs- und Weltwissen. Sie bieten damit neben rein begriffsgeschichtlichen Analysen prägnante Neuansätze einer Historischen Semantik zwischen Wortgeschichte, Textlektüre und Diskursanalyse.
Verfügbare Kapitel
Almut Suerbaum: Sprachliche Interferenz bei Begriffen des Lassens
Andrea Zech: Performative Inszenierungen eines vernichteten Selbst
Julia Weitbrecht: Weltflucht und soziale Heiligung in legendarischen Adaptationen
Susanne Bernhardt: Die implizierte Pragmatik der Gelassenheit in der Vita Heinrich Seuses
Markus Enders: Die Semantik der Gelassenheit in der Theologia Deutsch
Mehr Infos zum Buch
Einleitung
Modelle des Lassens vor der gelâzenheit
Almut Suerbaum
Sprachliche Interferenz bei Begriffen des Lassens: Lux Divinitatis und das Fließende Licht der Gottheit
Andrea Zech
Performative Inszenierungen eines vernichteten Selbst im »Mirouer des simples ames« der Marguerite Porete
Julia Weitbrecht
Die werlt lâzen durch got. Weltflucht und ›soziale Heiligung‹ in legendarischen Adaptationen des hellenistischen Liebes- und Reiseromans
Seraina Plotke
Semantiken der Seelenruhe: tranquillitas, serenitas und impassibilitas in der paganen Antike, bei den Kirchenvätern und im lateinischen Mittelalter
Susanne Bernhardt
Die implizite Pragmatik der Gelassenheit in der Vita Heinrich Seuses
Imke Früh
Im Zeichen und im Kontext von »Gelassenheit«. Semantisierungsstrategien in den Predigten Johannes Taulers
Regina D. Schiewer
Gelassenheit ist (k)eine Tugend. Exzerpieren im Dienste der Mystagogik am Beispiel von Spamers Mosaiktraktaten
Im Anschluss: Textabdruck von Spamers Mosaiktrakat der Handschrift Karlsruhe, LB, St. Peter, perg. 85
Stephen Mossman
Zeitzeuge der Begriffswerdung: Gelassenheit bei Marquard von Lindau
Johanna Thali
andaht und betrachtung. Zur Semantik zweier Leitvokabeln der spätmittelalterlichen Frömmigkeitskultur.
Markus Enders
Die Semantik der ›Gelassenheit‹ in der »Theologia Deutsch« und bei Jakob Böhme
Bent Gebert
Technik und Ereignis. ›Gelassenheit‹ in Johannes Schefflers Cherubinischem Wandersmann



