Gunilla Budde, Sebastian Conrad, Oliver Janz (Hg.)
Transnationale Geschichte
Themen, Tendenzen und Theorien
2. Auflage 2010
320 Seiten kartoniert
ISBN 978-3-525-36736-0
Vandenhoeck & Ruprecht
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Die Internationalisierung der Geschichtswissenschaft schreitet voran. Zunehmend orientiert sie sich an transnationalen Fragestellungen und globalen Zusammenhängen. Dieser Band zieht eine Zwischenbilanz der aktuellen Entwicklung. Vom historischen Vergleich über die europäische Geschichte und die Postcolonial Studies bis zu globalgeschichtlichen Perspektiven stellen die Autoren die wichtigsten Konzepte einer transnationalen Historiographie vor. Daneben werden Felder der Geschichtswissenschaft behandelt, in denen transnationale Perspektiven eine lange Tradition haben – wie die jüdische Geschichte, die Intellectual History, die Geschichte multinationaler Unternehmen und die Konsumgeschichte – oder vergleichende und beziehungsgeschichtliche Fragen in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen haben – wie die historische Nationalismusforschung, die Arbeitergeschichte, die Geschichte der Zivilgesellschaft oder die Geschichte kollektiver Erinnerungen. Schließlich werden Ansätze wie die Kulturgeschichte oder die Mikrogeschichte, die sich gegen internationalisierende Zugriffe zu sperren scheinen, in ihrer transnationalen Dimension diskutiert.
Welchen Stellenwert, so eine Leitfrage, hat dabei noch die Nation? Die Globalisierung, so argumentieren einige Beiträge, hat die Nation nicht obsolet werden lassen, erst recht nicht für Historiker. Andere Autoren hingegen interpretieren die Ära des Nationalstaats eher als Etappe innerhalb einer längerfristigen Entwicklung, etwa einer Geschichte imperialer Großreiche oder einer Geschichte der »Territorialisierung«.
Daneben werden ausgewählte Felder der Geschichtswissenschaft behandelt. Etwa Bereiche wie die jüdische Geschichte, die Intellectual History, die Geschichte multinationaler Unternehmen oder die Konsumgeschichte, in denen transnationale Perspektiven eine lange Tradition haben. Daneben stehen Themenfelder wie die historische Nationalismusforschung, die Arbeitergeschichte, die Geschichte der Zivilgesellschaft oder die Geschichte kollektiver Erinnerungen, in denen vergleichende und beziehungsgeschichtliche Fragen in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und zu wichtigen neuen Einsichten geführt haben. Ansätze wie die Kulturgeschichte oder die Mikrogeschichte, die sich in mancher Hinsicht gegen die hier behandelten Tendenzen zu sperren scheinen, finden ebenfalls Berücksichtigung.

