Autorenporträt

Christoph Nonn


Dr. phil. Christoph Nonn ist Privatdozent und Heisenberg-Stipendiat am FB III/Geschichte der Universität Trier.
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Christoph Nonn

Eine Stadt sucht einen Mörder

Gerücht, Gewalt und Antisemitismus im Kaiserreich

1. Auflage 2002
248 Seiten mit 10 Abb. kartoniert
ISBN 978-3-525-36267-9
Vandenhoeck & Ruprecht

19,99 €
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Frühjahr 1900: In der westpreußischen Kleinstadt Konitz wird die zerstückelte Leiche eines Schülers gefunden. Die Ermittlungen der Behörden verlaufen ergebnislos. In der Stadt wuchern Gerüchte: Der Schüler sei Opfer eines jüdischen Ritualmordes geworden. Die in Konitz lebenden Juden werden daraufhin zur Zielscheibe wüster Beschimpfungen, von Drohungen und handfester Gewalt. Erst der massive Einsatz von Militär vermag den Aufruhr der christlichen Nachbarn niederzuschlagen.
Christoph Nonn erzählt diese Geschichte zum ersten Mal auf der Grundlage der zeitgenössischen Untersuchungsakten und Prozessprotokolle. Sie ist spannend wie ein Kriminalroman. Und sie ist ein Lehrstück: über gesellschaftliche Ausgrenzung, über die Entstehung von Gerüchten, über die Folgen von individuellem und kollektivem Geltungsbedürfnis – eine Geschichte, die ebenso das Psychogramm einer Stadt im Aufruhr zeichnet, wie sie die Abgründe in jedem Einzelnen auslotet.

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Pressestimmen    
Nonn ably describes and explores the complexities of a complex tale for which there can be no simple explanations.
Richard S. Levy, Central European History


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