Autorenporträt

Klaus Tenfelde


Klaus Tenfelde

Klaus Tenfelde (1944–2011) war Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Innsbruck und Bielefeld. Von 1995 bis 2011 hatte er den Lehrstuhl für Sozialgeschichte und Soziale Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum inne. Dort war er zugleich Direktor des Instituts für Soziale Bewegungen und Initiator der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets und des Hauses der Geschichte des Ruhrgebiets.


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Klaus Tenfelde

Arbeiter, Bürger, Städte

Zur Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

1. Auflage 2012
400 Seiten mit 4 Abb., 12 Diagrammen und 19 Tabellen gebunden
ISBN 978-3-525-37015-5
Vandenhoeck & Ruprecht

Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft - Band 203

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Seit seiner Aufsehen erregenden Promotion über die Sozialgeschichte der Ruhr-Bergarbeiter im 19. Jahrhundert hat sich die Produktivität des Historikers Klaus Tenfelde immer wieder in Aufsätzen entfaltet. Dabei hat er den Blick früh von der Arbeiterschaft und Arbeiterbewegung zu Grundfragen der modernen deutschen Sozialgeschichte erweitert und neue Themen innovativ erschlossen. Der Bogen spannt sich auch in der Auswahl dieses Bandes, den er selber noch zusammengestellt hat, von Familie, Geschlechterbeziehungen und Generationen zu Geselligkeit, Vereinen und Parteien, von der Stadtgeschichte zu Konsum und Religion. Die wichtigsten Aufsätze von Klaus Tenfelde, der 2011 verstorben ist, sind mit diesem Band bequem greifbar. Sie sind unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für die deutsche Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts interessieren.

Klaus Tenfelde betrieb Sozialgeschichte in empirischer Gründlichkeit, häufig ausgehend von statistischen und demographischen Befunden, denen er in eindringlicher Interpretation Leben einhauchte. Verhältnisse und Erfahrungen von Menschen in der Geschichte treten plastisch vor Augen. So zeigte er in konkreten Beispielen immer wieder, dass Strukturgeschichte und Erfahrungsgeschichte kein Gegensatz sein müssen.

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