Empfehlen

Autorenporträt

André Frank Zimpel


André Frank Zimpel

Dr. André Frank Zimpel ist Professor für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Förderschwerpunktes Geistige Entwicklung und mit dem Forschungsschwerpunkt Rehabilitationspsychologische Diagnostik an der Universität Hamburg.


Mehr Infos zum Autor

Abdruckrechte

Text oder Illustration aus diesem Titel verwenden?

Lizenz erwerben

André Frank Zimpel

Trisomie 21 – Was wir von Menschen mit Down-Syndrom lernen können

2000 Personen und ihre neuropsychologischen Befunde

1. Auflage 2016
222 Seiten mit 87 Abb. und 7 Tab. gebunden
ISBN 978-3-525-70175-1
Vandenhoeck & Ruprecht

20,00 €
PDF eBook 15,99 € KAUFEN

Menschen mit Trisomie 21 erschließen sich Dinge anders als Menschen ohne diese genetische Abweichung. Sie neigen verstärkt dazu, von Einzelheiten abzusehen. Sie sind deshalb auf geeignete Abstraktionen (Buchstaben, Gebärden, mathematische Symbole usw.) mehr angewiesen als andere Personen. Der anschauungsgebundene, kleinschrittige und Abstraktionen vermeidende Unterricht an Förderschulen trägt diesen neuropsychologischen Besonderheiten nur wenig Rechnung und wirkt eher kontraproduktiv. Gleiches gilt für die vorhandenen Lehr- und Lernmethoden, die solche Aufmerksamkeitsbesonderheiten bislang nur unzureichend berücksichtigen. Sie müssen überdacht werden, um weiter auszubauen, was bisher nur in Aufsehen erregenden Einzelfällen gelingt: normale Ausbildungsgänge für Menschen mit Trisomie 21 bis hin zum Universitätsabschluss. André Frank Zimpel fasst auf Basis einer groß angelegten Studie mit 1294 Teilnehmern zusammen, was heute als gesicherter Befund gelten kann und welche Konsequenzen unser Bildungssystem daraus zu ziehen hat.

Mehr Infos zum Buch

Pressestimmen    
»Ein längst überfälliges Buch - zumindest für die, die es ernst meinen mit der Inklusion. Sehr empfehlenswert!«
Counseling Journal (Ulla Keienburg), Heft: August 2016


Leserstimmen  
Alle Leserstimmen

Katrin Torn  23.05.2016 21:18  Uhr
Die Studie, die dem Buch von André Frank Zimpel und seinem Team vorausging, gibt Aufschluss darüber, wie sich die Dinge für Menschen mit einer Trisomie 21 erschließen. Das Buch zeigt, welche Konsequenzen unser Bildungssystem daraus zu ziehen hat. So verspricht es der Klappentext. Hochinteressant und spannend, ergänzt mit Ergebnissen aus Hirn- und neurologischerr Forschung, werden die Lern- und Denkweisen im Allgemeinen und im Speziellen, also unter den Bedingungen einer Trisomie 21, beschrieben. Bewegend ist dabei die Beleuchtung der Seite dieser Bedingungen, die nicht genetischer Natur ist. Die Wirkung von Vorurteilen, Abwertung und Ablehnung, denen Menschen mit einer Trisomie 21 ausgesetzt sind, wird durchgängig in jedem und noch mal sehr berührend im letzten Kapitel thematisiert. Ernüchternd wird die Bedeutung dargestellt: “...geistig behindert... In unserer vom Intelligenzkult bestimmten Wissensgesellschaft ist dies nicht selten ein Todesurteil.”, aktuell aufgefrischt durch den pränatalen Bluttest. Die Stärken des Buches liegen in der Empathie (Seite 82!!), die die Autoren Menschen mit einer Trisomie 21 entgegenbringen und in der Fürsprache für sie. Das Buch macht ein gutes Gefühl, auch weil es Impulse für neue Lernwege setzt und damit die Möglichkeiten von Menschen mit einer Trisomie 21 erweitern wird, für mich aber noch mehr, weil es Hoffnung auf Akzeptanz aller “Neurodiversitäten” gibt, die die Natur hervorbringt. Aber Vorsicht vor dem Nachwort. Wenn Herr Hüther zitiert wird, werden aus den Kindern, die unter en Bedingungen einer Trisomie 21 leben, Kinder mit einer schweren genetischen Störung. Wer sich das gute Gefühl erhalten möchte, sollte das Zitat vielleicht überspringen, man verpasst ein unglücklich formuliertes Plädoyer (was soll der Vergleich?) für eine liebevolle, kompetente Pädagogik, die allen Kindern zuteil werden sollte.

Eigene Leserstimme abgeben


Eigene Leserstimme abgeben

Ihr Name:*
Ihre E-Mail:*
Ihr Kommentar:*
Sicherheitscode:* Bitte Sicherheitscode eingeben

Im Kommentar sind keine HTML-Formatierungen und URLs erlaubt. Die Leserstimme wird nach Prüfung durch den Verlag hier veröffentlicht.