08.07.2015

Veranstaltung im deutsch-russischen Museum in Karlshorst in Berlin

BUCHVORSTELLUNG
 
TODESURTEILE SOWJETISCHER MILITÄRTRIBUNALE GEGEN DEUTSCHE (1944–1947)
herausgegeben von Andreas Weigelt, Klaus-Dieter Müller, Thomas Schaarschmidt und Mike Schmeitzner

Die Publikation schließt eine schmerzliche Lücke in der Aufarbeitung des Stalinismus und der deutschen Nachkriegsgeschichte. Es handelt sich dabei um Todesurteile Sowjetischer Militärtribunale (SMT) gegen Deutsche in der Zeit von 1944 bis 1947. Die jetzt abgeschlossene Forschungsarbeit präsentiert sowohl eine statistische und qualitative Auswertung der Urteile als auch eine umfassende biografische Übersicht zu den Verurteilten. So wurden nach aktuellem Stand gegen 3.301 Deutsche Todesurteile verhängt, 2.542 davon vollstreckt. Anders als für die Zeit von 1950 bis 1953, in der die Verfolgung widerständiger Aktionen gegen die Sowjetisierung in der DDR dominierte, stand für die Jahre bis 1947 die juristische Ahndung von Verbrechen aus der Zeit vor 1945 im Vordergrund. Zwischen 1947 und 1950 war die Todesstrafe ausgesetzt. Die Studie basiert auf einem Verbundprojekt des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden, der Stiftung sächsischer Gedenkstätten und des Zentrums für Zeithistorische Forschung, die von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziert wurde.


Begrüßung:
Dr. Jörg Morré |Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst

Grußwort:
Prof. Dr. Günther Heydemann | Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden

Einführung:
Dr. Klaus-Dieter Müller | bis 2014 stellv. Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Dresden
Allgemeine Einführung ins Thema mit Gesamtergebnissen

Dr. Andreas Weigelt | Historiker in Lieberose
Verurteilung von Angehörigen des Bataillons 304/größte Gruppe von Hingerichteten


Podiumsgespräch:
mit den Herausgebern des Buches
Dr. Klaus-Dieter Müller, Dr. Andreas Weigelt, PD Dr. Thomas Schaarschmidt, PD Dr. Mike Schmeitzner

Moderation:
Dr. Jörg Morré |Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst


Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.
 
Anbei finden Sie eine Leseprobe des Buches.
 
 
 
Eintritt:
frei
 
Verkehrsverbindung:
S-Bhf Karlshorst, S3, Bus 296
U-Bhf Tierpark, U5, Bus 296
 
Veranstaltungsort:
Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Straße 4 | 10318 Berlin
Tel.: 030. 501 508 54
www.museum-karlshorst.de
 


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