24.03.2015

Veranstaltung: Projekt Aufarbeitung. Die Grünen und ihr Umgang mit sexualisierter Gewalt

Die Forderung nach Straffreiheit von sexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern findet sich in Programmen der grünen Partei aus den 1980er Jahren. Diese Erkenntnis schockt die Öffentlichkeit und die „Pädophilie-Debatte“ der Grünen wird zum zentralen Thema in den Medien im Sommer 2013. Im November 2014 wird das von der grünen Partei beauftragte Gutachten „Die Grünen und die Pädosexualität“ unter großem medialem Echo veröffentlicht. Die Studie des Forschungsteams um Parteiforscher Prof. Franz Walter vom Göttinger Institut für Demokratieforschung stellt die Forderungen in einen zeithistorischen Kontext sexueller Befreiung und Revolution. Zugleich werden kritische Gegendiskurse besonders von Frauen und Feminist_innen hervorgehoben.
Im November 2014 legte auch die parteiinterne Arbeitsgruppe Aufarbeitung erste Ergebnisse vor und macht deutlich: Die grüne Partei hat pädosexuellen Aktivist_innen ein Forum geboten und deren Forderungen nach Straffreiheit dadurch unterstützt. Die Arbeitsgruppe, wie auch der Bundesvorstand distanzierten sich eindeutig von den Forderungen, entschuldigten sich und kündigten eine weitere thematische Auseinandersetzung an.
Doch wie geht es jetzt weiter? Welche Schlüsse zieht die Partei für den weiteren Umgang mit dem Thema? Wie kann ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen historischen Verantwortung aussehen? Wie kann die Bekämpfung sexualisierter Gewalt als gesellschaftspolitische Aufgabe gestaltet werden? Wie sind in Deutschland Hilfestrukturen für Betroffene aufgestellt? An welcher Stelle gibt es hier Handlungsbedarf?
In der Veranstaltung werden Grüne Politiker_innen, Wissenschaftler_innen und Expert_innen aus der praktischen Arbeit diesen Fragestellungen nachgehen.

Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
am Donnerstag, 26.3.2015, 16.30h-21h


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