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Autorenporträt

Meshullam da Volterra


Meshullam da Volterra, Florentiner Bankier und Edelsteinhändler des 15. Jahrhunderts, war zu seiner Zeit einer der angesehensten Juden Italiens.


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Meshullam da Volterra

Von der Toskana in den Orient

Ein Renaissance-Kaufmann auf Reisen

Aus dem Hebräischen übersetzt, kommentiert und eingeleitet von Daniel Jütte

1. Auflage 2012
152 Seiten mit 12 Illustrationen und 1 Karte
ISBN 978-3-647-30035-1
Vandenhoeck & Ruprecht

15,99 €
IN DEN WARENKORB  
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Im Jahr 1481 unternahm einer der angesehensten Juden Italiens eine abenteuerliche Reise, die ihn aus der Toskana der Renaissance in den Orient führte. Meshullam da Volterra, der als Bankier und Edelsteinhändler mit den Medici auf Augenhöhe zu reden pflegte, nahm die entbehrungsreiche Reise in Kauf, um in Jerusalem ein Gelübde zu erfüllen – aber wohl auch, um im Orient kostbare Juwelen zu kaufen. Über ein halbes Jahr befand sich Meshullam auf Reisen und lernte dabei einige der prächtigsten Städte der damaligen Zeit kennen, darunter Alexandria, Kairo, Jerusalem, Damaskus und Venedig. Mit einer unter jüdischen Autoren bis dahin ungekannten Ausführlichkeit und mit dem aufmerksamen Auge eines Renaissance-Kaufmanns schrieb Meshullam seine Beobachtungen nieder. Sein Bericht stellt heute eine der wichtigsten historischen Quellen zum Nahen Osten im Zeitalter der osmanischen Expansion dar. Doch auch der literarische Wert des Reisebuchs ist von der ersten Seite an augenfällig und spiegelt die dramatischen Situationen wider, mit denen der Reisende konfrontiert wurde: Eine Seeschlacht mit der venezianischen Armada galt es ebenso zu überstehen wie mehrfache Schiffbrüche. Allgegenwärtig war zudem die Gefahr durch Piraten, denen Meshullam in der Tat sowohl zu Wasser als auch zu Land mehrfach nur um ein Haar entging. Herabstürzende Schiffsbalken, eine schwere Erkrankung, die Bedrohung an Leib und Leben durch mordlustige Beduinen und gewissenlose Fremdenführer – all dies sollte den Reisenden nach seiner Ankunft im Orient erst noch erwarten.
Dieser hebräische Reisebericht braucht den Vergleich mit den großen Werken der christlichen Reiseliteratur nicht zu scheuen. Es handelt sich um einen der bedeutendsten (jüdischen) Reiseberichte überhaupt, der nun erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.

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Pressestimmen    
»Dieser Text ist seit der italienischsprachigen Erstveröffentlichung 1881 als wichtiges Dokument über das Leben der levantinischen Juden bekannt  und in der Literatur vielfach herangezogen worden. Doch erst jetzt, mit der von Daniel Jütte besorgten Ausgabe, ist er auch in deutscher Sprache zugänglich. Nicht genug mit dieser Tat selbst: Jütte hat dem Reisebericht eine zwanzigseitige kompetente Einleitung vorangestellt, dazu die historischen, geographischen und biblischen Gegenstände in einem umfangreichen Anmerkungsteil erläutert, Quellen und Literaturverzeichnis, Bibelstellenverzeichnis sowie Orts- und Personenregister und ein kurzes editorisches Nachwort beigegeben. Schließlich hat er gemeinsam mit dem Verlag durch eine sehr ansprechende Buchgestaltung dafür Sorge getragen, daß ein im ganzen wunderschönes Buch entstanden ist.«
Das Historisch-Politische Buch (Matthias Wolfes), Heft: 1/2014


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