04.03.2016

Wer nichts mehr lernt, ist tot!

Das neue Buch von Gerald Hüther ist eine Hommage ans Lernen
 
Göttingen, den 15.02.2016: »Mit Freude lernen ein Leben lang« – so heißt nicht nur das neue Buch von Gerald Hüther, es ist auch sein Lebensthema. Mit der Formulierung von sieben neuen Thesen legt Hüther nun die Quintessenz seiner bisherigen Forschungsergebnisse zu diesem Thema vor.
 
Der Neurobiologe erklärt: »Aus biologischer Sicht heißt Lernen nichts anderes, als lebendig zu bleiben. Wer nichts mehr lernen kann ist tot!« Naturgemäß sei Lernen lustvoll und zutiefst beglückend. Doch vielen seien die positiven Gefühle abhanden gekommen; statt Lernlust hat sich Lernfrust eingestellt. Woran liegt das? »Weil wir das Lernen in den engen Rahmen eingezwängt haben, den die speziell zum Zweck des Lernens geschaffenen Einrichtungen vorgeben.«
»Wer das Lernen von außen zu lenken versucht, unterdrückt damit genau das, was Lernen erst lebendig macht: die Freude!« Deshalb brauchen wir ein neues Verständnis von Lernen, fordert Hüther.
 
Was also tun? »Wir dürften unsere Kinder und uns selbst gegenseitig nicht mehr länger als Objekte behandeln, sie und uns selbst also zu Objekten unserer Absichten und Ziele, unserer Erwartungen und Bewertungen oder gar unserer Maßnahmen und Anordnungen machen. Menschen, auch schon kleine Kinder sind Subjekte. Und so müssten wir ihnen begegnen, müssten sie einladen, ermutigen und inspirieren, sich selbst und ihre Möglichkeiten zur Gestaltung ihres eigenen Lebens zu erkunden, zu entdecken und ihre Talente und Begabungen zu entfalten. Statt sie mit Wissen abzufüllen, müssten wir danach suchen, was aus ihnen heraus will und ihnen kompetent zur Seite stehen, damit sie diese in ihnen angelegten Potentiale auch wirklich entfalten können«, rät Hüther.
 
Sehr persönlich lässt Gerald Hüther die Stationen seines bisherigen Forscherlebens Revue passieren und bekennt: »Ich war gezwungen umzudenken, und das war gut so.« Eine Einladung zum Umdenken ist auch sein neues Buch.
                                                                                                                                 1.874 Zeichen
Aus dem Inhalt
 
Die sieben Thesen
1. Die Evolution des Lebens ist eine fortschreitende Erweiterung der Lernfähigkeit lebender Systeme.
2. Lernen ist ein sich selbst organisierender Prozess zur Wiederherstellung von Kohärenz
3. Lernen führt über die Herausbildung labiler Beziehungsmuster zur Ausformung stabiler Beziehungsstrukturen.
4. Gelernt werden kann nur das, was für ein Lebewesen bedeutsam ist.
5. Lernen ist ein auf vorangegangenen Lernerfahrungen aufbauender Prozess.
6. Kein Lebewesen kann etwas lernen ohne Anregung durch andere und ohne selbst mit dem, was es gelernt hat, andere zum Lernen anzuregen
7. Nur Menschen können lernen, die Lernfähigkeit anderer zur Verfolgung eigener Ziele und Absichten zu benutzen.
Fazit: Die Freude am Lernen ist Ausdruck der Freude am Leben!


Der Autor
Der Neurobiologe Professor Dr. Gerald Hüther ist Mitbegründer der Initiative »Schule im Aufbruch«, und Vorstand der »Akademie für Potentialentfaltung« Die Grundlagen für die Entfaltung menschlicher Potentiale erläuterte er in seinem letzten Buch »Etwas mehr Hirn, bitte«, das wochenlang auf den deutschen Bestenlisten vertreten war.


Titel zur News

  (2 Titel)
Thema:
Produktform:
Sortieren nach: