08.11.2013

Wie wurde der Westen so reich? Neuer Ansatz in der Great-Divergence-Debatte von Peer Vries

Armut und Reichtum sind in der Weltwirtschaft auf eklatante Weise ungleich verteilt. Hier reiche Industrienationen, dort arme Entwicklungsländer. Hier verarmende Staaten, dort aufstrebende Schwellenländer. Wie ist das welthistorisch zu erklären? Warum gab es in Europa zwischen 1820 und 2003 eine Steigerung  des effektiven ProKopf-Einkommens von mehr als 1500 Prozent, während der Lebensstandard in vielen Teilen der Welt,  auch in China, in dieser Periode mehr oder weniger stagnierte? Diese Frage nach den Ursprüngen des modernen Wirtschaftswachstums ist eine Grundfrage der modernen Ökonomie und Geschichtswissenschaft. Sie ist angesichts der gegenwärtigen  Entwicklung Chinas und angesichts der Diskussion um eine mögliche Verschiebung der Weltwirtschaft besonders virulent und besitzt eine besondere Aktualität.

Peer Vries ist ein tiefer Kenner der verschiedenen Ansätze in der ›Great-Divergence-Debatte‹:

»Es gibt in der internationalen Diskussion bisher kein einziges Buch, das die zahlreichen einzelnen Debatten über die ›Great Divergence‹ so souverän überblickt und zusammenführt.« (Prof. Dr. Jürgen Osterhammel)

Aus Vries´ Sicht greifen alle bisherigen Erklärungsansätze zu kurz. Ihnen setzt er ein eigenes, komplexes Erklärungsmodell entgegen, in dem ›Innovation‹ eine zentrale Rolle spielt...


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