08. - 09.01.2018

ifs Essen
Bochumer Str. 50
45276 Essen

Zum Veranstalter

Kongress / Tagung

Workshop: Enaktive Traumatherapie

Enaktive Traumatherapie

Enaktivismus geht davon aus, dass Organismen körperlich ausgebildet und in ihrer Umwelt eingebettet sind. Um genauer zu sein, ihr Gehirn, ihr Körper und ihre Umwelt konstituieren u. beziehen sich aufeinander, sind voneinander abhängig und treten immer zusammen auf. In diesem Rahmen sind auch mentale Systeme Organismus-Umwelt-Systeme. In ständiger Wechselwirkung entstehen also ein Selbst, eine Welt und ein Selbst als Teil dieser Welt. Vornehmlich an ihrer eigenen Beständigkeit interessiert, entsteht durch Auseinandersetzung eine Meinung über sich Selbst und die Welt mit der man in Kontakt steht.

Traumatisierte Individuen werden ebenfalls als Organismus-Umwelt System gesehen. Als autonome Zentren von Handeln oder Reaktion und Leiden bemühen sie sich, in schädlicher und überwältigender Umwelt zu überleben. Unfähig, das traumatisierende Erlebnis zu integrieren, entsteht eine mehr oder weniger komplexe Teilung der Persönlichkeit. Unabhängig davon, welche qualvollen Folgen eine langfriste Teilung beinhalten kann wird mit viel Arbeit die Spaltung aufrecht gehalten.

Diese Teilung der Persönlichkeit zu bewältigen, verlangt intensive Kommunikation, Koordination und Kooperation unter den verschieden Persönlichkeitsanteilen sowie die Kommunikation der Anteile mit dem Therapeuten. »Enaktive Traumatherapie« ist dabei eine mitfühlende und engagierte Bemühung, das Bewusstsein auf Kommunikationsebenen zu bringen, die es erlauben, in für den Patienten machbaren Schritten, neue wohlwollende und heilende Erfahrungen entstehen zu lassen.

Um Wunden heilen zu lassen braucht es die Einbettung in einen interpersonellen Rahmen, die dem Patienten hilft, sowohl die traumatische Vergangenheit zu realisieren und zu integrieren, wie auch die vorangegangenen und anhaltenden Konsequenzen. Dies verlangt vom Therapeuten, sehr genau auf seine eigene, wie auch die Klienten-Perspektive zu achten und beide zu integrieren.

Der Workshop bietet eine Einführung in die angesprochenen neuen Paradigmen für das Verständnis und den damit verbunden Umgang mit Traumata und der Teilung der Persönlichkeit. Er beinhaltet Erläuterungen, Demonstrationen sowie praktische Übungen.


Zielgruppe/Zugangsvoraussetzungen
Abgeschlossene Therapie/Psychotherapieausbildung mit vertieften Kenntnissen im Bereich Traumatherapie

Leitung
Dr. med Michael Hopmann
Psychoanalytiker und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin

Referentenwechsel
Dieser Workshop sollte ursprüngliche von Ellert Nijenhuis durchgeführt werden. Leider hat Herr Nijenhuis zwischenzeitlich bekannt gegeben, dass er den Workshoptermin nicht mehr wie geplant wahrnehmen kann. Der Workshop wird darum durch einen von Herrn Nijenhuis empfohlenen Ersatzreferenten durchgeführt.
Organisatorisches
Referent/in: Michael Hopmann
Termin: 08.01. - 09.01.2018
Ort: ifs in Essen
Dauer: 2 Tage / 16 Stunden
Kosten: 380 EUR (350 EUR)
Anmeldeschluss: Anmeldung noch möglich!
PTK - Fortbildungspunkte: Bitte sprechen Sie die Organisatoren bei Interesse an, ob eine Akrreditierung dieses Workshops durch die PTK NRW geplant ist.

Kontakt
ifs Essen
Bochumer Str. 50
45276 Essen
Tel.: +49 (201) 848 65 60
E-Mail: info@ifs-essen.de

Titel zum Event

  (3 Titel)
Thema:
Produktform:
Sortieren nach: