15.09.2016

Zum Gedenken an die rassistischen Übergriffe in Hoyerswerda vom 17.-23. September 1991

»Was wird, wenn die Zeitbombe hochgeht?« Dies ist nicht etwa die Überschrift eines aktuellen Zeitungsartikels, sondern der Titel des Buchs von Christoph Wowtscherk über die mehrtägigen rassistischen Anfeindungen und Übergriffe auf die Asylbewerberheime in Hoyerswerda 1991. Sie jähren sich am 17. September.
 
»Hoyerswerda« steht neben »Rostock-Lichtenhagen«, »Solingen« und »Mölln« stellvertretend für die fremdenfeindliche Gewaltwelle, die Anfang der 1990er Jahre die Bundesrepublik erschütterte. Wowtscherk analysiert die Gewalttaten im Kontext der sozialgeschichtlichen Entwicklung der Stadt seit 1955. Hierbei fragt er nach Brüchen und sozialen Verwerfungen, hervorgerufen durch den rasanten Ausbau der Stadt in der DDR und durch die deutsche Wiedervereinigung. Deutlich wird, dass sich in den Jahren 1989-1991 die sozialen Spannungen in der Stadt verschärften und ein aggressives Klima gegenüber als »Fremde« Wahrgenommene erzeugten.


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