05.06.2015

Zum Internationalen Tag der Umwelt

»Die Ende der 1980er Jahre in der Bundesrepublik verbreitete Überzeugung, dass Umweltkatastrophen wie das Waldsterben und das Reaktorunglück in Tschernobyl Ausdruck eines tief gestörten Mensch-Umwelt-Verhältnisses seien, das letztlich in den Zusammenbruch aller menschlicher Zivilisation munde, fand mit dem Ende der DDR eine beeindruckende Bestätigung. Der Untergang der DDR wird mit Elementen des von Jared Diamond beschriebenen »Ökozids« versetzt und widersetzt sich hartnackig einer nüchternen Aufarbeitung«, schreibt der Autor Tobias Huff am Anfang von »Natur und Industrie im Sozialismus«.

Diese bestehende Deutung vom ökologischen Musterstaat auf der einen und der ignoranten DDR auf der anderen Seite ist zu simpel, greift zu kurz, so der Autor! Deswegen beschäftigt sich Huff nicht nur mit SED-Spitze. Auch zeitlich fasst er den Rahmen weit und beschreibt das Verhältnis der DDR zum Thema Umwelt von den 1950 bis zur Wende. So entsteht ein differenziertes Bild, das erklärt warum die politische und gesellschaftliche Resonanz in den beiden deutschen Staaten so unterschiedlich war.


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