07.11.2016

Zum Mauerfall am 09. November 1989

Am 09. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Mehr als ein Vierteljahrhundert war sie Symbol der Teilung Deutschlands. Im Folgejahr wurde am 03. Oktober die Einheit Deutschlands in einem Staatsakt beschlossen.

Die Forderungen, die Mauer zu öffnen, wurden in der DDR-Bevölkerung immer lauter. Im Herbst 1989 erreichte die Friedliche Revolution ihren Höhepunkt. So demonstrierten am 09. Oktober auf der »Leipziger Montagsdemonstration« rund 70.000 Demonstierende. Am 04. November kam es schließlich auf dem Alexanderplatz in Berlin zur größten Demonstration in der DDR.

Als Reaktion auf diese Proteste entwarf die SED ein neues Reisegesetz. Auf einer Pressekonferenz am 09. November äußerte sich der SED-Funktionär Günter Schabowski auf Nachfrage zu diesem Entwurf: »Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen.« Und weiter: »Das trifft nach meiner Kenntnis …ist das sofort, unverzüglich.«

Am selben Abend berichteten erste westliche Medien mit Bezug auf diese Äußerung von der »Maueröffnung«. Zu dem Zeitpunkt waren bereits Tausende Menschen zu den Grenzübergängen geströmt. Noch in der Nacht wurden diese geöffnet.

Am 13. August 1961 war die Mauer gebaut worden, nachdem Walter Ulbricht - Staats- und Parteichef der DDR - noch am 15. Juni 1961 geäußert hatte: »Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.«

Zum Tagesschauvideo vom 09.11.1989 geht es hier.
 


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